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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

VLK-Bildtext Nr. 297; Montag, 5.10.2009 11:18 Uhr

Geschichte/Filmpräsentation/Landesarchiv

Das Arbeitserziehungslager Innsbruck-Reichenau 1941-1945

Filmpräsentation des Landesarchivs am Mittwoch, 7. Oktober, im Landhaus

Bregenz (VLK) – "Es ist besser, nicht zuviel um sich zu schauen ..." ist der Titel eines Dokumentarfilms, den der Tiroler Student Johannes Breit über das "Arbeitserziehungslager" drehte, das die Gestapo 1941 für den Reichsgau Tirol und Vorarlberg in Innsbruck-Reichenau errichtete. Das Vorarlberger Landesarchiv lädt alle Interessierten am Mittwoch, 7. Oktober 2009, 17 Uhr, zur Filmpräsentation ins Landhaus (Montfortsaal) nach Bregenz ein. Der Eintritt ist frei.

1941 errichtete die Geheime Staatspolizei (Gestapo) im Innsbrucker Stadtteil Reichenau ein Arbeitserziehungslager. Es sollte vorrangig der "Disziplinierung" ausländischer Zivilarbeiter dienen, die, überwiegend als Zwangsarbeiter, zu Tausenden im Reichsgau Tirol und Vorarlberg eingesetzt wurden. Die Gestapo wies auch andere Häftlingsgruppen, zumal politisch missliebige Personen, in ihr Straflager ein. 1948 verurteilte ein französisches Militärgericht die Innsbrucker Gestapo-Chefs und ihre Handlanger zu langjährigen Haftstrafen. Dennoch blieb das Lager Reichenau im kollektiven Gedächtnis der Tiroler und Vorarlberger kaum präsent.

"Disziplinierung" von Zwangsarbeitern

Der Student Johannes Breit (geb. 1989 in Hall) recherchierte die Geschichte des Arbeitserziehungslagers Reichenau und gestaltete darüber 2006 bis 2008 einen interessanten Film. Auf Einladung des Landesarchivs wird er ihn am Mittwoch, 7. Oktober, um 17 Uhr in gekürzter Fassung im Landhaus präsentieren. Breit nahm Kontakt mit ehemaligen Häftlingen in Polen, der Ukraine, Weißrussland, Italien, Deutschland, Österreich, Frankreich und in Slowenien auf. Einige von ihnen waren bereit, vor der Kamera über ihre Haft, ihre Lebensbedingungen im Widerstand oder als jugendliche Zwangsarbeiter, über die Umstände ihrer Verhaftung und das Leben im Lager zu berichten. Ihre Erinnerungen ergänzte Breit mit ausgewählten Dokumenten. Auf einen Off-Kommentar verzichtete er bewusst. Zu den Zeitzeugen, die im Film zu Wort kommen, zählt Nikolai Telitschko, der 1942 mit 15 Jahren aus der Ukraine zur Zwangsarbeit nach Vorarlberg verschleppt und der Aufbaugenossenschaft Silbertal-Bartholomäberg zugewiesen wurde. Nikolai Telitschko blieb nach der Befreiung in Vorarlberg. Er wird bei der Filmpräsentation anwesend sein.

Der 20-jährige Student Johannes Breit arbeitete 2008/2009 als Gedenkdiener am United States Holocaust Memorial Museum in Washington DC. Seit 2004 dreht er Dokumentarfilme, mit denen er bisher zweimal bei der Diagonale – Festival des österreichischen Films, vertreten war. Sein Großvater Bert Breit war im Alter von 17 Jahren im April 1945 eine Woche als politischer Häftling der Gestapo Innsbruck im Lager Reichenau interniert.

"Es ist besser, nicht zuviel um sich zu schauen … – Das Arbeitserziehungslager Innsbruck Reichenau von 1941 bis 1945", Präsentation eines Dokumentarfilms von Johannes Breit, Bregenz, Landhaus (Montfortsaal), Mittwoch, 7. Oktober 2009, 17 bis ca. 18.30 Uhr. Eintritt frei. Weitere Informationen unter www.vorarlberg.at/landesarchiv.

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Redakteur/in: Thomas Mair (LageplanFahrplan)


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