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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

VLK-Nr. 530; Donnerstag, 29.7.2010 14:45 Uhr

Politik/Entwicklungszusammenarbeit/Kirche/Ehrung/Sausgruber

Silbernes Ehrenzeichen für einen "mutigen Hoffnungsbringer"

LH Sausgruber ehrte Pater Manfred Marent mit hoher Landesauszeichnung

Lochau (VLK) – Dem aus Schruns im Montafon stammenden Kapuzinerpater Manfred Marent wurde heute, Donnerstag, von Landeshauptmann Herbert Sausgruber das Silberne Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg überreicht. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde in Lochau würdigte Sausgruber das jahrzehntelange Wirken Marents als Missionar und engagierter Entwicklungshelfer im Inselstaat Madagaskar.

Ehrenzeichen für mutigen "Hoffnungsbringer" .

Seit 1960 ist Marent, der im Oktober seinen 80. Geburtstag feiert, auf Afrikas größter Insel im Missionseinsatz. Er leitete Antsakabary, eine der abgelegensten Stationen der Diözese Ambanja. Dort wurde er, wie er selbst sagt, "fast zum Einheimischen". Um alle Dörfer zu erreichen, war er gezwungen, unter großen Gefahren beschwerlichste Märsche zurückzulegen. Von seiner Aufgabe, Missionsarbeit zu verrichten und den Armen zu helfen, ließ er sich jedoch nicht abbringen. Heute ist Marent, der 2004 sein goldenes Priesterjubiläum (50 Jahre) gefeiert hat, Guardian (Leiter) im Provinzialat "St. Fidèle" in der Hauptstadt Antananarivo.

Lebenssituation spürbar verbessert

"Die Arbeit unter härtesten Bedingungen hat bei den Menschen einerseits den Mut und die Hoffnung gestärkt und andererseits die Lebenssituation im Ganzen spürbar verbessert", lobte Sausgruber das Engagement von Pater Marent. Insbesondere im Schul- und Gesundheitswesen, aber auch in der Landwirtschaft konnte durch den tatkräftigen Einsatz viel bewegt werden. Mehrere Schulen gehen auf seine Initiative zurück. Der Entschluss für ein selbstloses Leben im Dienste des Nächsten sei ein Zeugnis der ehrlichen Anteilnahme und ein Beleg für die große Hingabe, für Idealismus und beachtlichen Optimismus, sagte der Landeshauptmann. In den vielen Jahren auf Madagaskar hat Marent die auf der Insel beheimateten Volksgruppen gut kennengelernt. Über die viertgrößte Gruppe, die "Tsimihety", verfasste Marent mehrere Berichte sowie ein Buch.

Große Spendenbereitschaft

Für die Umsetzung der zahlreichen Entwicklungsprojekte mussten immer wieder Spenden gesammelt werden. Tatkräftige Unterstützer fanden sich von Anfang an in der Heimatpfarre in Schruns. Bald erreichten Spenden aus ganz Vorarlberg den Kapuzinerorden auf Madagaskar. Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit hat auch das Land regelmäßig Projekte finanziell unterstützt. "Pater Marent und seine Glaubensbrüder haben nachhaltige Projekte durchgeführt. Man ist darauf bedacht, die Menschen in die Lage zu versetzen, dass sie ihre Lebensverhältnisse aus eigener Kraft besser gestalten können", so Sausgruber.

Pater Manfred Marent

Marent wurde am 22. Oktober 1930 in Schruns geboren. Von 1941 bis 1944 besuchte er die Oberschule für Jungen in Bludenz. Im Jahr 1945 trat er in die fünfte Klasse des Paulinums in Schwaz/Tirol ein. Zwei Jahre später, im Jahr 1947, wechselte Marent ins Noviziat zu den Kapuzinern nach Innsbruck. Nach seiner Priesterweihe 1954 war er zunächst drei Jahre in Ried im Innkreis (OÖ) tätig. Im Anschluss daran arbeitete er zwei Jahre im Landecker Stadtteil Perjen. 1960 wurde Marent auf eigenen Wunsch nach Madagaskar entsandt, wo er seit nunmehr 50 Jahren tätig ist.

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Redakteur/in: Wolfgang Hollenstein (LageplanFahrplan)


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