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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

VLK-Nr. 210; Donnerstag, 31.3.2011 12:20 Uhr

Politik/Diplomatie/Ungarn/Sausgruber

Botschafter der Republik Ungarn auf Antrittsbesuch in Vorarlberg

Gedankenaustausch mit LH Sausgruber im Landhaus

Bregenz (VLK) – Vince Szalay-Bobrovniczky, seit Dezember Botschafter der Republik Ungarn in Österreich, absolvierte heute, Donnerstag, seinen Antrittsbesuch in Vorarlberg. Im Landhaus wurde er von Landeshauptmann Herbert Sausgruber begrüßt. Im Mittelpunkt des Informationsaustausches standen die aktuelle EU-Ratspräsidentschaft Ungarns sowie wirtschaftliche Fragen. Thema war zudem Vorarlbergs klare Position gegen die Atomkraft.

Noch bis Jahresmitte hat Ungarn den Vorsitz im Rat der Europäischen Union inne. Für die EU-Präsidentschaft hat sich das Land ein ehrgeiziges Programm auferlegt. Wesentliche Punkte darin sind Wachstum und Beschäftigung zur Sicherung des europäischen Sozialmodells, ein stärkeres Europa, eine bürgernahe Europäische Union sowie die Belebung der Nachbarschaftspolitik. "Eine verantwortungsvolle, starke Führung auf europäischer Ebene ist gerade in der aktuellen Situation von großer Bedeutung", sagte der Landeshauptmann.

Atomenergie: Gefahr nicht kalkulierbar

Beim Thema Atomkraft bekräftigte Sausgruber erneut die ablehnende Haltung Vorarlbergs: "Die Katastrophe in Japan zeigt, dass es sich bei der Atomenergie um eine Risikotechnologie handelt, deren Gefahr für die Menschen letztlich nicht kalkulierbar ist". Nicht erst unter dem Eindruck der erschütternden Bilder aus Japan, sondern bereits seit etlichen Jahren setze das Land Vorarlberg deshalb aktiv auf 'erneuerbar statt nuklear'. Ungarn betreibt am Standort Paks südlich von Budapest ein Atomkraftwerk mit vier Reaktoren, die zwischen 1982 und 1987 in Betrieb genommen wurden. Mit dem Kernkraftwerk wird rund ein Drittel des ungarischen Strombedarfs abgedeckt. Trotz der japanischen Atomkatastrophe will das Land an seinen Plänen zum Ausbau der Kernenergie festhalten.

Zur Person

Szalay-Bobrovniczky wurde am 3. Jänner 1972 in Budapest geboren. Nach dem Gymnasium studierte er an der Universität Eötvös Lóránd in Budapest das Fach Geschichte. 1996 schloss er erfolgreich seine Diplomprüfung ab. Drei Jahre später trat Szalay-Bobrovniczky ins ungarische Außenministerium ein. Nach verschiedenen Stationen im Außenministerium wurde er 2010 als Botschafter der Republik Ungarn nach Österreich entsandt. Szalay-Bobrovniczky ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

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Redakteur/in: Wolfgang Hollenstein (LageplanFahrplan)


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