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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

VLK-Nr. 420 Mittwoch, 23.5.2012 17:19 Uhr

Verkehr/Lustenau/Rüdisser

Grenzüberschreitender Schwerverkehr am Zollamt Au

LSth. Rüdisser: Erste Maßnahmen umgesetzt


Lustenau (VLK) – Die Arbeitsgruppe, welche mit der Erarbeitung von kurz- und mittelfristigen Maßnahmen zur Lösung der Verkehrssituation im Bereich Grenzübergang Lustenau-Au beauftragt ist, kann eine erste Bilanz zu den Ergebnissen vorlegen. Durch eine beschleunigte Abfertigung der Lkw und Lenkungsmaßnahmen am Morgen und am Nachmittag konnte eine gewisse Entlastung an den Zulaufstrecken festgestellt werden, informiert Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser, der gleichzeitig weitere Maßnahmen zur Verkehrsentlastung ankündigte.

   Zur Klärung möglicher kurz- bis mittelfristiger Maßnahmen wurde begleitend zum Projekt „Mobil im Rheintal“ eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die kurz- bis mittelfristige Maßnahmen zur Verkehrs­entlastung von Lustenau“ prüfen und zur Umsetzung ausarbeiten sollte. Es wurden u. a. folgende Fragestellungen untersucht:
- Sofortige Einführung eines Stundentakts im Personenverkehr zwischen St. Margrethen und Bregenz,
- Anhebung der Eisenbahnbrücke (Hochwasserschutz) und Vorziehung der Unterführung im Bereich Bahnhof Lustenau.
- Einrichtung eines LKW-Shuttles (rollende Landstraße) für den grenzüberschrei­tenden LKW-Transit zwischen dem Güterbahnhof Wolfurt und St. Margrethen sowie einer Shuttle-Lösung für Kiestransporte,
- Möglichkeiten zur Installierung einer Abrufanlage / Dosieranlage.

   Die Infrastrukturmaßnahmen und Maß­nahmen im öffentlichen Verkehr wurden mit dem Beginn des Neubaus der Rheinbrücke sowie mit entsprechenden Verbesserungen zum Fahrplanwechsel 2011 bereits teilweise umgesetzt. In Zu­sammenarbeit mit der ÖKOMBI wurde nach entsprechenden Untersuchungen festgestellt, dass eine rollende Landstraße weder von / nach Wolfurt noch von / nach einem Standort in süddeutschland sinnvoll und mit vertretbarem Aufwand umsetzbar ist. Die Frage der Möglichkeiten zur Installierung einer Abrufanlage / Dosieranlage wurde unter Ein­be­ziehung externer Auf­trag­nehmer ge­klärt. Nach­dem sich gezeigt hat, dass im Bereich der Zollab­fer­­ti­­­gung noch we­sent­liche Potenziale an organisatorischen Verbesserungen vor­han­den sind, die zu rascheren und effizienteren Lösungen als eine Dosieranlage führen, wurde gemeinsam mit dem österreichischen und schweizerischen Zoll sowie der Exekutive beider Staaten verschiedene Lösungen erarbeitet und zum Teil bereits umge­setzt.

   Aufbauend auf Stauanalysen und Verkehrserhebungen wurde im Juni 2011 ein Pilotversuch zur Verbesserung des Grenzübertrittes der in Wolfurt vorabgefertigten LKW durchgeführt. Die Vorabfertigung am Zollamt Wolfurt, wurde im Jahr 2003 als vereinfachtes Abfertigungsverfahren eingeführt, um den Grenzübertritt in Lustenau – Au zu beschleunigen. Dazu  müssen die LKW-Lenker am Zollamt in Au nur mehr den in Wolfurt ausgestellten Laufzettel abgeben. In den letzten Jahren wurde die Laufzettelabgabe durch die allgemeine Verkehrszunahme und die damit einhergehende Situation am Zollamt in Au erschwert.  

Organisation und Überwachung der Zollamtsvorplätze

   Im Rahmen des Pilotversuchs wurden in der Früh Lenkungsmaßnahmen in Form einer systematischen  Organisation und Überwachung der Zollamtsvorplätze bei der Ausreise aus Österreich und der Einreise in die Schweiz  bzw. am Nachmittag in der Gegenrichtung durchgeführt. Infolge der beschleunigten Laufzettelabgabe und der regelnden Eingriffe konnte eine Entlastung an den Zulaufstrecken in Lustenau erreicht werden. Zur Verringerung der Rückstauerscheinungen auf Schweizer Seite sind jedoch noch zusätzliche Maßnahmen bei der Kreuzung vom Zollamt zur L203 vorzunehmen, um die Leistungsfähigkeit dieser Kreuzung zu verbessern.

Erhöhung der Kapazität bei der Abfertigung

   Die organisatorischen und lenkenden Maßnahmen haben gezeigt, dass die Beschleunigung der Laufzettelabgabe die größten Effekte aufweist und Stauerscheinungen in Lustenau reduziert. Um die Verkehrssituation weiter zu verbessern, wurden gemeinsam von Vorarlberg und St. Gallen zusätzliche Maßnahmen überlegt und geplant, die nunmehr umgesetzt werden können. So wird von den Schweizer Zollbehörden noch heuer ein "Hochstand" am bestehenden Abfertigungsgebäude mit einer davor vorbeiführenden Schnellabfertigungsspur für die aus Wolfurt bereits vorabgefertigten Lkw errichtet. Die Abfertigungszeit (Abgabe des Laufzettels einschließlich Plausibilitätskontrolle) wird dadurch von rund 5 Minuten auf 60 bis 90 Sekunden reduziert. "Damit wird für diese Güterverkehrsgruppe die Kapazität auf das drei- bis fünffache der bisherigen Kapazität angehoben, was zur weiteren Staureduktion beiträgt", betont der Landesstatthalter.

   Zudem plant das Land eine Änderung der Geometrie an der Landestraßenkreuzung L204/L203 im Nahbereich des Grenzüberganges. Erste Planungsergebnisse liegen vor und werden mit der Gemeinde Lustenau abgestimmt. Diese Maßnahme wird im Zuge einer Belagssanierung in diesem Bereich im kommenden Jahr umgesetzt. "Die Arbeit ist damit noch nicht erledigt", sagt Rüdisser, die Arbeitsgruppe ist beauftragt, weitere Maßnahmen zu Verringerung der Schwerverkehrsproblematik an diesem Grenzübergang entwickeln.

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Redakteur/in: Thomas Mair (LageplanFahrplan)


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