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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

VLK-Nr. 726 – Audio 49; Mittwoch, 11.9.2013 13:19 Uhr

Verkehr/Stadttunnel Feldkirch/Rüdisser

Stadttunnel Feldkirch: Start für UVP-Verfahren

LSth. Rüdisser: "Ein Meilenstein"

Bregenz (VLK) – Die heute (Mittwoch, 11. September) erfolgte Einreichung der Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist für den Stadttunnel Feldkirch ein Meilenstein. Drei Jahre lang wurden die Auswirkungen des Projekts auf Umwelt, Natur, Landschaft und Menschen, aber auch auf Wirtschaft und Tourismus untersucht. Jetzt wird die Behörde das erste Straßenbauprojekt in Vorarlberg prüfen, für das eine Genehmigung nach dem UVP-Gesetz angesucht wurde. Mit einem Bescheid wird in ein bis eineinhalb Jahren gerechnet, informierte Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser im gemeinsamen Pressegesprüch mit den Bürgermeistern von Feldkirch und Frastanz, Wilfried Berchtold und Eugen Gabriel.

LSth. Karlheinz Rüdisser . Bgm. Wilfried Berchtold . Bgm. Eugen Gabriel .

 Ziel des Projekts Stadttunnel Feldkirch ist es, eine ganzheitliche und zukunftsfähige Lösung zu finden, um die Luftschadstoffsituation deutlich zu verbessern und die Verkehrssituation in Feldkirch nachhaltig zu entlasten. Die Bärenkreuzung zählt mit 40.000 – 50.000 KFZ/Tag zu einer der am stärksten belasteten Kreuzungen in Vorarlberg. "Gerade der innerstädtische Bereich von Feldkirch ist ein neuralgischer Verkehrsknotenpunkt", führte der Landesstatthalter an. Das starke regionale und grenzüberschreitende Verkehrsaufkommen führt zu hohen Immissionen und damit zu Belastungen der Bevölkerung – Rüdisser: "Der getroffene Mix an Maßnahmen (Straßenbauprojekt, Begleitmaßnahmen im bestehenden Straßennetz und Maßnahmen zur Forcierung des öffentlichen Verkehrs) wird zur gewünschten Entlastung der Bevölkerung führen. Mit dem positiven Abschluss des UVP-Verfahrens werden die Weichen für die Umsetzung dieses wichtigen Projekts gestellt."

Zusatznutzen für Frastanz – Hochspannungsleitung kommt in den Tunnel

   Die Vorarlberger Energienetze GmbH hat die Absicht, im Rahmen ihrer Verkabelungsstrategie eine Freileitung im Bereich Frastanz Letze in den Tunnel zu verlegen. Dies bringt den Bewohnern in Frastanz, die im Bereich der Hochspannungsleitung leben, große Vorteile. Diese aufwendige Verlegung unter die Erde kann durch den Bau des Stadttunnels effizient realisiert werden. Für den Frastanzer Bürgermeister Eugen Gabriel war auch die Erhaltung des Frastanzer Riedes wichtig – "ein Naturjuwel, das durch keine Straßenführung durchschnitten werden darf.  Auch das Wohngebiet auf der Letze wird stark entlastet, gleichzeitig sind über den Tunnel wichtige Einrichtungen in Feldkirch wie das Landeskrankenhaus von Frastanz aus besser erreichbar."

Breite Bürgerbeteiligung für Konsenslösung

   "Der Stadttunnel Feldkirch ist eine unverzichtbare Maßnahme, um dem täglichen Stau und dessen Folgen Einhalt zu gebieten und damit die Lebensqualität der Feldkircher Bevölkerung massiv zu verbessern", sagte Feldkirchs Bürgermeister Wilfried Berchtold: "Dieses Ergebnis wurde gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern durch einen jahrelangen, konsensorientierten Beteiligungsprozess erarbeitet." Jahrelang waren Anrainer, Bevölkerung und auch das benachbarte Liechtenstein eingeladen, in zahlreichen Veranstaltungen und Gesprächen ihre Vorschläge für eine verbesserte Verkehrssituation in der Region Feldkirch einzubringen. Das Ergebnis dieses konsensorientierten Verfahrens ist weit mehr als nur ein Straßenbauprojekt – die ausgewählte Variante bringt mit allen Begleitmaßnahmen auch Vorteile für den öffentlichen Verkehr, für Fußgänger und Radfahrer, für die Altstadt und den gesamten Wirtschaftsraum.

Ablauf der UVP für den Stadttunnel Feldkirch

   Die gesamten Unterlagen wurden am 11. September 2013 bei der prüfenden Behörde im Landhaus in Bregenz eingereicht. Tausende Blätter Papier und Hunderte Quadratmeter Pläne voller Daten, Messungen und Berechnungen befinden sich in Boxen, in denen das Einreichprojekt an die verschiedenen Stellen und Behörden übergeben wird. Erhoben wurden sämtliche Bereiche, die durch das Projekt Stadttunnel Feldkirch während der Bauphase und anschließend im Betrieb direkt oder indirekt betroffen sein können. Das sind unter anderem Veränderungen von Orts- und Landschaftsbild, umwelttechnische Auswirkungen im Hinblick auf Luft und Wasser, Fauna und Flora sowie Klima und Boden.

   In einem ersten Schritt kontrollieren Sachverständige die Plausibilität und Vollständigkeit des Einreichprojektes. Insgesamt werden von der Behörde 23 Sachverständige bestimmt, die das Projekt prüfen sollen. Allenfalls werden in einem sogenannten "Verbesserungsauftrag" von der Behörde weitere Unterlagen nachgefordert. Diese Prüfungen umfassen das gesamte Projekt – vom Bau bis zum laufenden Betrieb.

   Das Einreichprojekt wird nach diesen Ergänzungen in seiner endgültigen Fassung voraussichtlich ab 2014 öffentlich aufgelegt und ab diesem Zeitpunkt der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Interessierte werden dann die Möglichkeit haben, den Standortgemeinden und bei der UVP-Behörde im Landhaus Einsicht zu nehmen. Die Behörde wird ihre Erhebungen mit einer öffentlichen mündlichen Verhandlung abschließen. Erst dann folgt der Bescheid der Behörde zum Stadttunnel Feldkirch in etwa ein bis eineinhalb Jahren.

Was bringt der Stadttunnel Feldkirch?

-   Die Verbesserung der Anbindung der Feldkircher Altstadt, des LKH und der Siedlungs- und Betriebsgebiete
    an das hochrangige Straßennetz.
-  
Die Senkung der verkehrsbedingten Belastungen (Luftschadstoffe und Lärm).
-  
Die Entlastung der Feldkircher Altstadt und von Siedlungsgebieten vom Durchgangsverkehr.
 Die Steigerung der Wohn- und Aufenthaltsqualität in den Siedlungsgebieten.
-   Die Sicherung der angestrebten Entlastungswirkungen durch flankierende Maßnahmen in Feldkirch und Frastanz.
-   Die Steigerung der Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs, vor allem im Bereich des grenzüberschreitenden
    Verkehrs.
-   Die Verbesserung der Verkehrssicherheit.
-  
Der schonende Umgang mit der Natur, die Minimierung der Eingriffe auf das unbedingt notwendige Maß und die 
    bestmögliche Abstimmung der Gestaltung auf den Orts- und Landschaftscharakter.

Zeitplan

-   Öffentliche Auflage der UVP-Unterlagen (ca Anfang 2014)
-   Baubeginn Stadttunnel Feldkirch 2016
-   Teilverkehrsfreigabe 2022
-   Verkehrsfreigabe gesamter Stadttunnel Feldkirch im Jahre 2023

Zahlen & Fakten

-   Gesamtlänge Stadttunnel Feldkirch ca. 3950 m²
-   Durchmesser unterirdischer Kreisverkehr ca. 70 m²
-   Gesamtkosten 226,5 Mio.
Euro  (Inkludiert Baukostenindex hochgerechnet Fertigstellung)  

Infobox

Redakteur/in: Thomas Mair (LageplanFahrplan)


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