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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Freitag, 11.10.2013 15:55 Uhr

Soziales/Jugendwohlfahrt/Länder/Schmid

LR Schmid: Kinderschutz hat oberste Priorität

Konferenz der Landes-Jugendwohlfahrtreferentinnen und -referenten in Graz

Graz (VLK) – Die gesellschaftlichen Veränderungen in Bezug auf die Kinder- und Jugendhilfe und die damit verbundenen Herausforderungen standen im Mittelpunkt des Treffens der Landes-Jugendwohlfahrtreferentinnen und -referenten am Freitag, 11. Oktober 2013, in Graz.

Für Opfer von Gewalt in Heimen wird eine bessere sozialrechtliche Absicherung gefordert. Des Weiteren möchten die Landesjugendwohlfahrtreferentinnen und -referenten mehr finanzielle Mittel von Bundesseite für eine bessere therapeutische Versorgung von Minderjährigen. Über eine bessere therapeutische Betreuung für sexuell auffällige Minderjährige wurden ebenfalls diskutiert, während die Errichtung von geschlossenen Jugendwohlfahrteinrichtungen dezidiert abgelehnt wurde.

"Kinder und Jugendliche sind in Krisen- und Konfliktsituationen immer in der schwächsten Position und daher auf unsere Hilfe angewiesen", betont Landesrätin Greti Schmid. Diese soziale Verantwortung erfordere ein Bündel von Maßnahmen: Präventive Maßnahmen, Förderung, Anleitung, Hilfe und nötigenfalls auch konkrete Schutzmaßnahmen.

Kinder- und Jugendhilfegesetz

Am 1. Oktober ist das neue Kinder- und Jugendhilfegesetz des Landes Vorarlberg in Kraft getreten. Auf Basis des Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetzes hat das Land wesentliche qualitative Verbesserungen im neuen Gesetz eingearbeitet. In dem neuen Landesgesetz werden die UN-Kinderrechtskonvention ebenso wie die Grundsätze von Empowerment, Beteiligung, Zusammenarbeit und Sozialraumorientierung verankert. Zur Beratung der Landesregierung wird ein Kinder- und Jugendhilferat eingerichtet. "Zusätzlich wurde im Rahmen der Gefährdungsabklärung ein noch höherer Standard als der des Bundes vorgeschrieben, indem ein verbindliches Vier-Augen-Prinzip bei der Gefährdungseinschätzung vorgesehen wird", erklärt Landesrätin Schmid.

Frühe Hilfen

Zum Thema Prävention verweist Schmid auf die österreichweit einzigartigen "Frühen Hilfen". Diese Initiative bietet Unterstützung an, wenn junge Eltern Hilfe brauchen. Ziel ist es, Eltern in belastenden Lebenslagen frühzeitig zu erkennen, zu erreichen und zu unterstützen. Der Schwerpunkt der Unterstützung liegt in der Zeit der Schwangerschaft und in den ersten drei Lebensjahren der Kinder. "Im Vordergrund steht das Wohl der Kinder", so Schmid. Im Rahmen der Früherkennung engagieren sich Spitäler, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie private Träger und Hebammen mit verschiedenen Angeboten.

Kompetenzzentrum für Kinderschutzfragen

Durch das von Land und Gemeindeverband getragene Kompetenzzentrum für Kinderschutzfragen werden Partizipation und Kooperation sowie Qualitätsentwicklung, Qualifizierung und Weiterbildung in diesem Bereich entscheidend gestärkt. Darüber hinaus ist die Einrichtung für die Förderung eines kompetenten Informationsmanagements und eine fundierte Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Kinderschutz zuständig.

Infobox

Redakteur/in: Gerhard Wirth (LageplanFahrplan)


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