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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Samstag, 15.2.2014 17:30 Uhr

Veranstaltung/Wissenschaft/Rheticus/Sonderegger

Rheticus – einer der bedeutensten Wissenschaftler Vorarlbergs

Ausstellung und Festakt anlässlich 500 Jahre Georg Joachim Rheticus

Feldkirch (VLK) – Einer der berühmtesten Söhne der Stadt Feldkirch ist der Mathematiker, Astronom, Kartograf und Arzt Georg Joachim Rheticus (1514 – 1574). Der Schüler von Nikolaus Kopernikus wurde vor 500 Jahren, am 16. Februar 1514 in Feldkirch geboren. "Er hat seiner Zeit und den Generationen nach ihm wichtige Impulse gegeben auf dem Weg in eine moderne Gesellschaft, Impulse in mathematischer, astronomischer und medizinischer Hinsicht", sagte Landesrat Harald Sonderegger am Samstag (15. Februar) bei der Ausstellungseröffnung "…mehr Gelehrte als in Rom! Feldkirch und der Humanismus" im Palais Liechtenstein.

"Wir begehen das Jubiläum eines der bedeutendsten Wissenschaftler und Gelehrten Vorarlbergs, der auch weltweit von Bedeutung ist", führte Sonderegger aus. Vielseitige Arbeiten in den Bereichen Mathematik, Astronomie, Chemie, Mineralogie, Philosophie aber auch der Astrologie und der Zauberkunst beschäftigten den Universalgelehrten, aber die wissenschaftliche Bedeutung liegt vor allem im Bereich der Mathematik. Er gilt als der führende Mathematiker seiner Zeit. Sonderegger: "Wir alle profitieren noch heute von Rheticus Arbeit. Damals wie heute sind Wissenschaft und Forschung wichtige Ressourcen und tragen in entscheidendem Maß dazu bei, den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolg eines Landes für die Zukunft zu sichern und weiter zu verbessern."

Georg Joachim Rheticus

Rheticus sorgte als Schüler des polnischen Astronomen Nikolaus Kopernikus dafür, dass dessen Idee vom heliozentrischen Weltbild Verbreitung fand. Rheticus erhielt 1536 einen Lehrstuhl für Mathematik und Astronomie an der Universität Wittenberg. 1540, nach einem Besuch bei Kopernikus, veröffentlichte er einen ersten Bericht über das heliozentrische Weltbild, die sogenannte "Narratio prima". Es gelang ihm, Kopernikus zu einer Veröffentlichung seiner Schriften zu überreden. Rheticus brachte das Manuskript nach Nürnberg, wo es 1543 kurz vor Kopernikus' Tod als "De Revolutionibus Orbium Coelestium" ("Über den Umlauf der Himmelskreise") gedruckt wurde.

Weil die neue Lehre großteils auf Ablehnung stieß, gab Rheticus seinen Lehrstuhl in Wittenberg auf und ging als Mathematiker und Astronom an die Universität Leipzig. Ab 1545 besuchte er in Mailand Gerolamo Cardano, verbrachte dann einige Zeit in Zürich bei Gessner und begann ein Medizinstudium. Sein Medizinstudium schloss er in Prag ab und ließ sich 1554 als Arzt und Privatgelehrter in Krakau nieder. Er beschäftigte sich mit vielfältigen Arbeiten zu Mathematik, Chemie, Astronomie, Mineralogie, aber auch Astrologie und Magie. Rheticus fertigte zudem eine lateinische Übersetzung der Werke des Paracelsus an, dem er in seiner Jugend einmal begegnet war. Unbeirrt kämpfte er weiterhin für die Anerkennung der Lehren Kopernikus', wonach sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt.

Zahlreiche Veranstaltungen

Die Stadt Feldkirch feiert den 500. Geburtstag ihres berühmten Sohnes mit einer Reihe von Veranstaltungen. Die Ausstellung "…mehr Gelehrte als in Rom! Feldkirch und der Humanismus" ist 15. Februar bis 19. Dezember 2014 im Palais Liechtenstein zu sehen. Sie vermittelt einen Einblick in das Leben der Menschen und ihre Weltvorstellungen vor 500 Jahren. Am Sonntag, 16. Februar wird seiner bei einem Festakt in der Schattenburg gedacht. Zudem werden Themenführungen, Vorträge und eine Podiumsdiskussion angeboten. Am 23. April 2014 wird ein umfangreiches Buch von Philipp Schöbi und Helmut Sonderegger zu Leben und Werk des Rheticus präsentiert. www.feldkirch.at

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Redakteur/in: Thomas Mair (LageplanFahrplan)


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