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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Dienstag, 11.3.2014 13:03 Uhr

Raumplanung/Wasser/Blauzone/Wallner/Rüdisser

Erste Blauzone Österreichs eingerichtet – Vorarlberg leistet Pionierarbeit

Blauzone Rheintal: Flüssen und Hochwasser den nötigen Raum geben

Bregenz (VLK) – Zur räumlichen Vorsorge für den Hochwasserschutz hat die Vorarlberger Landesregierung nach umfangreichen Vorarbeiten den Landesraumplan Blauzone Rheintal beschlossen. Damit sind insgesamt rund 55 Quadratkilometer an natürlichen und an potentiellen Rückhalteflächen im Rheintal langfristig raumplanerisch gesichert. Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser sprachen im heutigen (Dienstag, 11. März) Pressefoyer von einem "Meilenstein".

LH Markus Wallner . LSth. Karlheinz Rüdisser . Wilfried Bertsch . Thomas Blank . Pressefoyer vom 11.03.2014 . Erste Blauzone Österreichs eingerichtet – Vorarlberg leistet Pionierarbeit .

Im österreichweiten Vergleich wurde mit der Blauzone Rheintal Pionierarbeit geleistet, betonten Landeshauptmann Wallner und Landesstatthalter Rüdisser. "Erstmals werden aus Sicht der Raumplanung Räume für Flüsse ausgewiesen und gesichert. Damit wurde eine gute Grundlage für zukünftige Planungen für die Hochwassersicherheit geschaffen", so Wallner. Die Ausweisung einer Blauzone sei ein zukunftsweisender Schritt, weil dadurch der Handlungsspielraum für nachfolgende Generationen gewahrt bleibt.

Gerade die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre und neueste schutzwasserwirtschaftliche Berechnungen haben deutlich vor Augen geführt, wie wenig Raum den Gewässern für ihre natürliche Dynamik und den Abfluss oder Rückhalt des Hochwassers noch verblieben ist. "Es ist daher ein erfolgversprechenderer Ansatz, durch geeignete Überflutungsgebiete dem Hochwasser kontrolliert Raum zur Ausdehnung zu geben und ihm damit sein Zerstörungspotenzial zu nehmen", erläuterte Landesstatthalter Rüdisser. Dementsprechend zielen die Planungen der Blauzone darauf ab, die noch vorhanden natürlichen Überflutungsgebiete und Freiflächen, die sich für eine potentielle Überflutung eignen, langfristig zu erhalten. Im Mittelpunkt steht dabei die nachhaltige Sicherung der räumlichen Existenzgrundlagen, besonders fürs Wohnen und Arbeiten, aber auch für die Landwirtschaft sowie für Freizeit und Erholung. Zudem wird mit der Blauzone der Grünraum gestärkt.

Alle Betroffenen einbinden, alle Interessen berücksichtigen

Von Anfang an wurde seitens des Landes sehr großer Wert darauf gelegt, alle betroffenen Partner in die Planungen miteinzubeziehen. Die Zuordnung von möglichen Flächen zur Blauzone wurde von der Landesraumplanung und der Wasserwirtschaft im Dialog und in enger Abstimmung mit den 22 betroffenen Gemeinden und den ebenfalls eingebundenen Interessenvertretern im Land vorgenommen. "Hinter sämtlichen Überlegungen stand die Intention, dass der vorhandene bauliche Bestand – etwa landwirtschaftliche Betriebe – erhalten bleibt und im verträglichen Rahmen weiterentwickelt werden kann. Auch die Entwicklung von Betriebsgebieten wurde in dem Prozess berücksichtigt", schilderte Landesstatthalter Rüdisser die Vorgangsweise: "Ziel war es, die vielen verschiedenen Nutzungsinteressen abzuwägen und in Einklang zu bringen, um die bestmögliche Lösung im Sinne des Gesamtwohls umzusetzen."

Die Blauzone sichert vorerst den Planungs- und Handlungsspielraum für den Hochwasserschutz, setzt aber noch keine unmittelbaren schutzwasserbaulichen Maßnahmen. Diese sind das Ergebnis von künftigen Projekten des Schutzwasserbaus, die in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den betroffenen Grundeigentümern ausgearbeitet werden.

Konkrete Beispiele von erfolgreich umgesetzten Hochwasserschutzprojekten in Vorarlberg mit flächenhaften Rückhaltemaßnahmen gibt es bereits an der Ill im Bereich Frastanz/Nenzing und Göfis, ebenso an der Ill in Lorüns und Bludesch, aber auch an der Nafla und am Ehbach in Rankweil und Feldkirch. Ein neues Becken wird auch gerade am Rheintal-Binnenkanal in Altach und Götzis oberhalb der Rheinauen in Hohenems fertiggestellt.

Nun sind die Gemeinden am Zug. Die Blauzone Rheintal verpflichtet die Gemeinden zu einer Anpassung der Flächenwidmungspläne durch die Widmung von Freihaltegebieten. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Abstimmung mit den Nachbarländern St. Gallen, Liechtenstein und Graubünden in Hinblick auf das gemeinsam erarbeitete Entwicklungskonzept Alpenrhein und das Konzept für die mögliche Notentlastung des Alpenrheins.

Infobox

Redakteur/in: Thomas Mair (LageplanFahrplan)


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PDF: Blauzone
PDF: Pressefoyerunterlagen



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