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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Sonntag, 30.3.2014 9:00 Uhr

Gemeinden/Finanzen/Wallner

Land unterstützt Infrastrukturprojekte in sechs Gemeinden

Landeshauptmann Wallner: "Strukturfonds stärkt die gute Zusammenarbeit zwischen Land und Gemeinden"

Bregenz (VLK) – Die Vorarlberger Landesregierung hat die erste Verteilung von Strukturförderungen im Jahr 2014 beschlossen. Mehr als 700.000 Euro stellt das Land in Summe für Infrastrukturprojekte in sechs Vorarlberger Gemeinden bereit, teilt Landeshauptmann Markus Wallner mit. Damit hat die Landesregierung seit der 1997 erfolgten Einrichtung des Vorarlberger Strukturfonds insgesamt bereits mehr als 47,2 Millionen Euro für über 1.000 Projekte zugesagt, mehr als 43,7 Millionen Euro wurden vom Land bis zum heutigen Tag über den Fonds ausbezahlt.

   "Ob Stadt oder ländlicher Raum – das Ziel des Landes lautet, hohe Lebensqualität in allen Regionen Vorarlbergs zu gewährleisten", bekräftigte Landeshauptmann Wallner das vorrangige Anliegen der Landesregierung. Gerade kleinere und bevölkerungsärmere Gemeinden müssten unterstützt werden, wenn sie im Sinne der vor Ort lebenden Menschen ihre Infrastruktur verbessern, so Wallner weiter. Vorarlberg gelinge es besser als anderen Regionen, die Abwanderung in die Ballungsräume hintan zu halten. "Dass die Menschen – und hier vor allem junge Familien – ihren Lebensmittelpunkt in den ländlichen Gebieten beibehalten, ist unter anderem auch auf die positiven Impulse des Strukturfonds zurückzuführen", ist der Landeshauptmann überzeugt.

Entlastung für Gemeinden

   Aus dem Fonds gewährt werden beispielsweise Landesbeiträge für die Adaptierung von Schulen, Gemeindebauten und Kindergärten oder den Bau- bzw. die Sanierung von Gemeindesälen, Sportanlagen und Spielplätzen in den Gemeinden. "Speziell unsere Kleingemeinden, deren personellen und organisatorischen Ressourcen stark beschränkt sind, sehen sich mit ungleich stärkeren Belastungen konfrontiert. Die Unterstützung in Form von Strukturförderungen bietet eine effiziente Hilfestellung", bekräftigt Wallner.

Wichtige Infrastrukturprojekte

   Die in der aktuell bewilligten Fördertranche enthaltenen Projekte zeigen auf, für welche Maßnahmen die Mittel aus dem Strukturfonds verwendet werden. Den größten Beitrag aus der aktuellen Strukturfondsmittel-Verteilung erhält die Stadt Bludenz, die gemeinsam mit den beiden Kommunen Stallehr und Lorüns das neue Alt- und Problemstoffsammelzentrum Brunnenfeld als Gemeindekooperationsprojekt errichtet. Gemeindeübergreifend wird in der Gemeinde Egg auch das Bregenzerwald-Archiv im Feldkircher Haus realisiert. Alle 23 Bregenzerwälder Gemeinden beteiligen sich an der Projektfinanzierung und auch das Land leistet finanzielle Unterstützung. Die Gemeinde Brand erhält beim Neubau der Volksschule mit Räumlichkeiten für Kindergarten und Spielgruppe Landeshilfe. In Langenegg beteiligt sich das Land an der Sanierung des Klubheims des FC Langenegg. Der Ankauf eines neuen Mannschaftstransportfahrzeuges samt Zubehör wird in Riefensberg unterstützt. Zudem wird der nötige Umbau des Gemeindeamts Sulz von Landesseite finanziell unterstützt. Mit der Erweiterung wird Raum für die Unterbringung der Verwaltungsgemeinschaft Finanzverwaltung Oberland geschaffen. Am Gemeindekooperationsprojekt beteiligt sind die Gemeinden Sulz, Göfis, Dünserberg und Zwischenwasser.

Land forciert Gemeindekooperation

   Mit dem Vorarlberger Strukturfonds würden Gemeindekooperationen aktiv forciert, betont der Landeshauptmann: "Vor mehr als zwei Jahren hat die Landesregierung beim Strukturfonds die Richtlinien weiter optimiert. Im Falle von Gemeindekooperationen können seither alle Kommunen, unabhängig von der Einwohnerzahl, Strukturförderung erhalten. Darüber hinaus wurden damals sowohl die prozentualen Förderzuschläge als auch der maximal auszahlbare Förderbetrag angehoben." Damit sei der Anreiz zur Zusammenarbeit weiter verstärkt worden, so Wallner. "Nicht außer Acht zu lassen sind außerdem die wertvollen Impulse für die regionale Wirtschaft, welche die Investitionen vor Ort bewirken", hält der Landeshauptmann abschließend fest.

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Redakteur/in: Wolfgang Hollenstein (LageplanFahrplan)


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