Sprungziele:

  1. Inhalt
  2. Hauptnavigation
  3. Topnavigation
  4. Seitenindex
  5. Bedienungshinweise
  6. Startseite des Presseservers
  7. Weitere Informationen
  8. Impressum
  9. English Version

Land Vorarlberg - Presse

Sie sind hier:

vorarlberg.at/presse

Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Mittwoch, 28.5.2014 14:22 Uhr

Verkehr/Befragung/Rüdisser

Gleiche Wege, jetzt aber öfter mit Rad, Bahn und Bus

Mobilitätsverhalten von Herr und Frau Vorarlberger untersucht

Bregenz (VLK) – Mit welchem Verkehrsmittel sind die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger wann, wie oft und wofür unterwegs - so kann die Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten in Vorarlberg kurz umrissen werden. Rund 3.000 Haushalte haben an dieser Verkehrsverhaltensbefragung teilgenommen. Fazit: Der Anteil der werktags mit dem PKW zurückgelegten Wege geht leicht zurück auf 42 Prozent, der Umweltverbund (Fuß-Rad-Bus-Bahn) konnte seinen Anteil in den letzten fünf Jahren um zwei Prozentpunkte auf 48 Prozent anheben.

   "Wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität und der Verkehrssituation können nur umgesetzt werden, wenn man über das Verkehrsverhalten der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger Bescheid weiß“, betont Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. Wie schon in den Jahren 2003 und 2008, wurde das Mobilitätsverhalten der Vorarlberger Bevölkerung im Auftrag des Landes in Form einer Haushaltsbefragung erhoben.  Nach dem Zufallsprinzip haben im Herbst 2013 mehr als  15.000 Haushalte, das sind rund zehn Prozent aller Vorarlberger Haushalte,  einen Fragebogen erhalten. Die Rücklaufquote betrug 20 Prozent, das sind 3000 Haushalte mit durchschnittlich 2,36 Personen. Nach umfangreichen Auswertungsarbeiten liegen die Ergebnisse jetzt vor. "Sie zeigen auf, dass wir auf einem guten Weg sind ", informiert Landesstatthalter Rüdisser, "Das eigene Auto wird seltener gestartet, während die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger häufiger zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind."

Hauptergebnisse

- Neun von zehn Vorarlberger Haushalten verfügen über mindestens ein Fahrrad,  in diesen stehen durchschnittlich 2,3 Fahrräder.
- In jedem zehnten Haushalt ist mittlerweile ein Elektrofahrrad vorzufinden.
- Nahezu alle Haushalte (98 Prozent) geben an, eine Bus-Haltestelle innerhalb von fünf Minuten Gehzeit erreichen zu können.
- 89 Prozent aller Haushalte besitzen einen oder mehrere PKW (60 Prozent einen PKW, 29 Prozent zwei oder mehr PKW)
- Neun von zehn Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern sind werktags mobil, das heißt außer Haus unterwegs. Diese legen täglich 3,6 Wege zurück. Die durchschnittliche Weglänge beträgt werktags zehn Kilometer, am Wochenende sind es gut 18 Kilometer.
-
Bei knapp der  Hälfte (47 Prozent) der werktags zurückgelegten Wege handelt es sich um Einkaufswege, private Erledigungen und Besuche sowie Freizeitwege. 28 Prozent der Wege sind Wege zum Arbeitsplatz. Im Vergleich zu 2008 sind dabei keine wesentlichen Änderungen festzustellen.

   An einem durchschnittlichen Werktag legen die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger 42 Prozent aller Wege mit dem Auto zurück – die durchschnittliche Weglänge beträgt dabei 13 km. Damit liegt der Anteil der mit dem Pkw zurückgelegten Wege um einen Prozentpunkt niedriger als im Jahr 2008 (und zwei Prozentpunkte niedriger als 2003) und ist damit seit zehn Jahren konstant rückläufig. Der Radfahranteil von 15 Prozent an Werktagen konnte seit 2008 gehalten werden. Dieser hohe Anteil geht einher mit einem relativ geringen Anteil der zu Fuß zurückgelegten Wege (werktags: "nur" 19 Prozent), dieser Anteil konnte aber, wie auch der Anteil der Wege mit Öffentlichen Verkehrsmittel (14  Prozent), seit 2008 – trotz gleichbleibendem Radfahranteil – um 1  Prozent-Punkt gesteigert werden. Somit hat der Umweltverbund (Fuß-Rad-ÖV) seinen Anteil in den letzten fünf Jahren insgesamt um 2  Prozent-Punkte steigern können.

   Die durchschnittliche Entfernung eines Fußweges liegt in Vorarlberg – unabhängig von der räumlichen Lage einer Gemeinde – bei ca. 1,3 Kilometer. In diesem Radius liegen ca. sieben  Prozent aller Pkw-Fahrten, die bezüglich der Weglänge theoretisch auch zu Fuß zurückgelegt werden könnten.

   Das Potential für Radwege ist deutlich höher. Innerhalb der durchschnittlichen Radweglänge von 3 km liegen 27  Prozent aller Pkw-Wege, die somit auch teilweise mit dem Rad zurückgelegt werden könnten. 43  Prozent der Pkw-Wege sind max. 5 km und könnten teilweise auch noch mit dem Rad oder auch mit dem Elektro-Fahrrad zurückgelegt werden. 

   Erstmals wurden 2013 auch Wege mit Elektrofahrrädern erfasst, ca. 1 Prozent aller Wege wird in Vorarlberg mit E-Fahrrädern zurückgelegt. Im Vergleich zum normalen Fahrrad zeigt sich eine höhere durchschnittliche Weglänge und eine etwas häufigere Nutzung im Freizeitbereich. Mit dem Rad werden nicht nur Wege in der Freizeit unternommen (36  Prozent sind Einkauf- oder Freizeitwege, 6  Prozent-Punkte mehr als 2008), sondern auch viele Arbeitswege. Bei 30  Prozent aller per Rad zurückgelegten Wege handelt es sich um Wege zur oder von der Arbeit (gleicher Wert wie 2008).

Verhaltensveränderung

   34 Prozent der befragten Personen gaben an, heute öfter mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren als noch vor fünf Jahren.

Infobox

Redakteur/in: Thomas Mair (LageplanFahrplan)


Weitere Medien zu diesem Artikel:


PDF: Mobilitätserhebung Vorarlberg 2013



TEXT

Topnavigation

  1. Lawinenbericht
  2. Regierungserklärung
  3. Landhaus live
  4. LH Wallner
  5. Land Vorarlberg

Impressum

  1. Impressum
© Land Vorarlberg
Seitenanfang