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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Donnerstag, 2.7.2015 14:46 Uhr

Umwelt/Luftgüte/Ozon/Rauch

Ozonwerte: Informationsschwelle bisher nicht erreicht

Aktuelle Ozonwerte auf www.vorarlberg.at/umweltinstitut abrufbar

Bregenz (VLK) – Während der Hitzeperiode der vergangenen Tage war ein kontinuierlicher Anstieg der Ozonwerte zu verzeichnen. Es ist nicht auszuschließen, dass die Informationsschwelle von 180 µg/m³ während der aktuellen Hitzeperiode erstmals in diesem Jahr überschritten wird, informiert Landesrat Johannes Rauch.

   Bisher hielt sich die Ozonbelastung im Land deutlich in Grenzen. An keinem Tag wurde die Informationsschwelle auch nur annähernd erreicht. Erst mit Beginn der gegenwärtigen Hitzeperiode verzeichnete das Umweltinstitut an den Luftgüte-Messstationen steigende Ozon-Konzentrationen. Zu Ozon-Belastungen jenseits der Informationsschwelle kommt es vor allem dann, wenn sehr hohe Temperaturen mit windarmen Verhältnissen gekoppelt sind, wird von Seiten des Umweltinstituts erklärt. Zuletzt hat die Ozonbelastung im Sommer 2010 den Schwellenwert von 180 µg/m³ überstiegen.

   "Die Emissionen von Vorläuferschadstoffen für die Ozonbildung wie Stickstoffoxide und flüchtige Kohlenwasserstoffe müssen weiter vermindert werden, um die sommerliche Ozonbelastung dauerhaft zu senken", betont Landesrat Rauch. In den vergangenen Jahren wurden in den Bereichen Verkehr und Energie, aber auch bei gewerblichen und industriellen Emissionen vielfältige Anstrengungen in diese Richtung unternommen.

   Bereits im Jahr 2004 hat die Landesregierung für Zeiten hoher Ozonbelastung ein Maßnahmenpaket beschlossen, das neben umfassender Ozon-Information und Aufrufen zu freiwilligen Verhaltensweisen auch Vorschreibungen bestimmter Maßnahmen beinhaltet:

Bei Überschreiten der Informationsschwelle von 180 µg/m³ Ozon:
- Gesundheitsbezogene Informationen und Empfehlungen sowie Aufrufe an die Bevölkerung:
- Rad und öffentliche Verkehrsmittel statt Autofahren
- Freizeitvergnügen ohne Gaspedal
- Zweitakter ruhen lassen
- Lackieren ohne Lösungsmittel
- Kein Feuer im Freien
- Großveranstaltungen ohne Stau

Bei Überschreiten einer Ozonkonzentration von 210 µg/m³ Ozon:
- Verstärkter Aufruf die empfohlenen Maßnahmen zu beachten
- Hinweistafeln an der Autobahn mit der Aufschrift "Ozon - Tempo 100 – Empfehlung"

Bei Überschreiten der Alarmschwelle von 240 µg/m³ Ozon:
- Tempolimit 100 km/h auf Autobahnen
- Freie Benutzung von Bus und Bahn im Bereich des Vorarlberger Verkehrsverbunds
- Verbot des Verbrennens biogener Materialien im Freien

   Die aktuellen Ozonwerte werden bis Ende September in der Zeit von 7.00 bis 21.00 Uhr auf www.vorarlberg.at/umweltinstitut sowie über die Ozon-Hotline 05574/511–42973 stündlich bekannt gegeben. Informationen zum Thema Ozon und zum Ozon-Maßnahmenpaket des Landes bietet zudem die Ozonbroschüre, die beim Umweltinstitut kostenlos bezogen werden kann.

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Redakteur/in: Thomas Mair (LageplanFahrplan)


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