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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Dienstag, 4.8.2015 11:01 Uhr

Wasserwirtschaft/Bodensee/Wassertemperatur

Bodensee so warm wie selten im Juli

Wärmste Wassertemperatur am 7. Juli mit 27,9 Grad – Monatsmittelwert bei 24,2 Grad

Bregenz (VLK) – Die sehr warmen Lufttemperaturen im Juli haben auch dazu geführt, dass das Bodenseewasser sich außergewöhnlich stark erwärmt hat. Die Oberflächenwassertemperatur wird von der Abteilung Wasserwirtschaft in 0,5 m Tiefe an der Messstelle Hafen Bregenz kontinuierlich gemessen. Der Spitzenwert wurde am 7. Juli mit einem Maximalwert von 27,9 Grad und einem Tagesmittelwert von 26,6 Grad erreicht. Der Mittelwert des Monats Juli von 24,2 Grad wurde seit 1979 nur zweimal überschritten. Die Aufzeichnungen von Temperatur und Wasserstand des Bodensees sind im Internet unter www.vorarlberg.at/seewasserstand abrufbar.

Mit den Messungen der Wassertemperatur bei der Messstelle am Bodenseepegel in Bregenz wurde bereits im August 1895 begonnen. Bis zum Jahre 1978 wurde pro Tag nur eine Messung an einer bestimmten Uhrzeit vorgenommen. Seit dem Jahr 1979 wird die Temperatur von der Abteilung Wasserwirtschaft kontinuierlich gemessen, aufgezeichnet und ausgewertet. Heute erfolgt die Messung mit elektronischen Datenloggern im Abstand von 5 Minuten. Die Temperaturdaten werden gemeinsam mit den Daten für Wasserstand, Lufttemperatur und Windstärke und Windrichtung laufend auf die digitalen Info-Stelen beim Hafen Bregenz übertragen und auch im Internet auf der Seite der Abteilung Wasserwirtschaft unter www.vorarlberg.at/wasserwirtschaft der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

   Die Auswertungen der Experten der Abteilung Wasserwirtschaft für den Monat Juli haben ergeben, dass die maximale Tageserwärmung in 0,5 Meter Tiefe am 7. Juli 2015 mit 27,9 Grad gemessen wurde. Zuletzt war das Seewasser im Juni 2005 so warm. Höhere Werte wurden in den Jahren 1982, 1983, 1986, 1994 und 2003 gemessen. Die Mittelwerte der Tagestemperatur im Juli 2015 haben die seit 1979 ermittelten Werte an fünf Tagen erreicht oder überschritten. Der höchste Wert des Tagesmittels im Juli 2015 wurde am 7. Juli mit 26,6 Grad ermittelt.

   Der Mittelwert über den gesamten Monat Juli 2015 wurde mit 24,2 Grad errechnet. Dieser Wert ist der höchste seit 2003. Er wurde seit den kontinuierlichen Aufzeichnungen im Jahr 1979 nur im Juli 1983 (24,6 Grad) und im August 2003 (24,9 Grad) überschritten. Die langjährige Betrachtung zeigt die Auswirkungen des Klimawandels. Die Wassertemperatur in 0,5 m Tiefe ist im Jahresmittel seit 1979 um rund zwei Grad gestiegen.

Stabiles und lebendiges Ökosystem

  
Dem Bodensee schaden die warmen Temperaturen nicht, so die Experten der Abteilung Wasserwirtschaft. Gerade die Anfang des Monats Juli imposante Algenblüte mit der Grünfärbung des Wassers hat gezeigt, dass der See ein stabiles und sehr lebendiges Ökosystem ist. Organismen, die das warme Wasser nicht so gut vertragen, tauchen einfach in tiefere, kühlere Bereiche ab.

   Voraussetzung dafür, dass der Bodensee die Hitze so gut vertragen kann, ist der geringe Nährstoffgehalt des Bodenseewassers. Im gesamten Einzugsgebiet des Bodensees wurden seit den 1960er Jahren rund 4,3 Milliarden Euro in Kanalisation in Kläranlagenausbau investiert. Der Phosphorgehalt hat deshalb heute wieder eine Konzentration wie Anfang der 1950er Jahre und ist Maßstab für ein natürliches und stabiles Ökosystem Bodensee.

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Redakteur/in: Thomas Mair (LageplanFahrplan)




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