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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Mittwoch, 1.6.2016 17:38 Uhr

Umwelt/Kultur/Natursteinmauern/Rüdisser/Rauch

LSth. Rüdisser und LR Rauch: "Kulturgut Natursteinmauern erhalten"

Internationales Sanierungsprojekt zur Erhaltung historischer Natursteinmauern in den Blumenegg-Gemeinden

Bludesch (VLK) – Mindestens 60 historisch bedeutsame Natursteinmauern sind in den Blumenegg-Gemeinden erhalten. Über besonders beeindruckende Mauern, die eine beachtliche Höhe aufweisen, verfügt die Vanovagasse in Bludesch. Seit Montag (30. Mai) ist eine international besetzte Sanierungsinitiative damit beschäftigt, die geschichtsträchtigen Mauern fachgerecht zu sanieren, informieren Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Landesrat Johannes Rauch. Bis Ende der Woche sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein. Es handle sich um einen wichtigen Schritt zur Erhaltung und Festigung des kulturellen Erbes der Region, so Rüdisser und Rauch.

Die fast 400 Meter lange Vanovagasse ist eine bis ins 15. Jahrhundert zurückreichende Wegeverbindung. Die sie begleitenden historischen Mauern sind Zeugnisse aus längst vergangener Zeit. Früher stand hier das Jordanschloss, das den gesamten Hang oberhalb der Gasse zum Weinbau nutzte. Heute machen vor allem ihre Bauhöhen von teilweise über 3,50 Metern, bauliche Besonderheiten wie Wasserauslässe, Stiegenaufgänge, Strebepfeiler, Nischen und Bögen, aber auch ihre heute noch rege Nutzung durch Fußgänger den besonderen Wert aus. Die Mauern der Vanovagasse sind eines der bedeutendsten historischen Bauwerke Vorarlberger Kulturlandschaft und durch nachlassenden Unterhalt und Baumaßnahmen stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass ihr Verlust drohte.

   Im Rahmen des Sanierungsprojektes arbeiten derzeit die Gemeinden Bludesch und Thürigen, die Universität für Bodenkultur Wien, die Stiftung Umwelteinsatz Schweiz (SUS), die Hochschule Weihenstephan sowie erfahrene Mauerbauer der Landesstraßenbauabteilung und der Gemeinde Bürs engagiert zusammen. Die Experten für anspruchsvolle Mauersanierungen der Stiftung Umwelteinsatz Schweiz, Felix Ruegger und Emmanuel Weber, und der bekannte Mauerbauer Martin Lutz leiten die Baugruppen.

   Ein Abschnitt am oberen Ende der Vanovagasse mit einer Mauerhöhe von 1,3 Meter und einer Mauerlänge von etwa 25 Meter wird von den StudentInnengruppen sorgsam saniert. Die Bauleitung übernehmen hier die zwei Experten der Stiftung Umwelteinsatz Schweiz. Der besonders herausfordernde Mauerteil im mittleren Bereich der Vanovagasse wird von Martin Lutz und erfahrenen Mauerbauern saniert. Dabei werden ein Mauerwinkel von über drei Metern Höhe und neun Metern Länge mit bedeutenden Bauelementen wiederhergestellt.

   "Neben dem großartigen Einsatz um das kulturelle Erbe in Vorarlberg bietet sich für die angehenden Landschaftsarchitektinnen und -architekten aus beiden Ländern eine einmalige Gelegenheit, Einblicke in die Planungspraxis und ins Handwerk zu erhalten", unterstreichen Rüdisser und Rauch.

"Mauerinventar Vorarlberg" seit 2009

  
Seit 2009 erstellt die Universität für Bodenkultur Wien im Auftrag der Raumplanungsabteilung des Landes Vorarlberg das "Mauerinventar Vorarlberg". Dies umfasst die Dokumentation der Mauern sowie Empfehlungen zu ihrer Erhaltung und Initiierung von Sanierungsprojekten in den Gemeinden. Ziel ist die Wiederherstellung des ehemals funktionsfähigen Zustandes der historischen trocken geschlichteten Hangstütz- und Einfriedungsmauern, da sie als bedeutende Kulturlandschaftselemente für die Gemeinden und ihren Lebensraum von großem Wert sind.

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Redakteur/in: Wolfgang Hollenstein (LageplanFahrplan)


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