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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Sonntag, 25.9.2016 9:30 Uhr

Umwelt/Rheindelta/Rauch

Kleingewässer am Bodensee nachhaltig erhalten

Interreg-Projekt zum Erhalt und zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Bodenseeregion

Bregenz (VLK) – Gemeinsam mit Partnern rund um den Bodensee startet der Naturschutzverein Rheindelta ein Interreg-Projekt zum Erhalt von Kleingewässern am Bodensee. Im Rahmen des Förderprogramms werden bis 2019 kleine Bäche und Teiche gepflegt bzw. neu angelegt. Der Lebensraum gefährdeter Fisch-, Amphibien-, Vögel- und Inektenarten soll erhalten bleiben. "Wir wollen dort nachhelfen, wo die Natur es nicht mehr von selber schafft", sagt Umweltlandesrat Johannes Rauch.

Einst entstanden Kleingewässer durch dynamische Prozesse immer wieder neu. ln den heutigen Kulturlandschaften am Bodensee fehlt diese Dynamik weitgehend, sodass verlandende Kleingewässer durch regelmäßige Pflege erhalten oder durch Neuanlage immer wieder ersetzt werden müssen. Der Naturschutzverein Rheindelta möchte deshalb im Rahmen eines lnterreg V Projektes im Europaschutzgebiet Rheindelta Kleingewässer pflegen und an ausgewählten Standorten Kleingewässer anlegen. "Kleingewässer sind wichtige Elemente zur Förderung und Erhaltung der biologischen Vielfalt im Bodenseeraum", betont Landesrat Rauch. So sind beispielsweise viele gefährdete Amphibien- und Libellenarten auf sie als Lebensraum angewiesen. Auch die seltenen Wiesenbrüter wie Kiebitz, Brachvogel und Bekassine profitieren von Kleingewässern in ihren Brut- und Rastgebieten.

Breite Zusammenarbeit

  
Der Naturschutzverein Rheindelta hat gemeinsam mit acht Partnern rund um den Bodensee einen Antrag auf Förderung des lnterreg V Projektes "Kleingewässer im Europaschutzgebiet Rheindelta" vorgelegt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf gut 211.000 Euro, die Finanzierung  erfolgt größtenteils im Rahmen des Interreg V Förderprogramms (knapp 180.000 Euro). Im Hinblick auf den hohen ökologischen Wert der Verbesserungsmaßnahmen im Europaschutzgebiet Rheindelta werden die Restkosten von rund 32.000 Euro aus dem Vorarlberger Naturschutzfonds zur Verfügung gestellt.

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Redakteur/in: Thomas Mair (LageplanFahrplan)


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