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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Donnerstag, 12.1.2017 12:33 Uhr

Soziales/Pflege/Gemeinden/Wiesflecker

LR Wiesflecker: Heute vorsorgen für die Pflege von morgen

Bedarfs- und Entwicklungsplanung der Pflegeheimplätze für die Jahre 2020 und 2025 präsentiert

Hard (VLK) – Der Anteil älterer bzw. alter Menschen in der Gesellschaft wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen – und damit auch der Bedarf an Betreuungs- und Pflegekapazitäten. Um für diese Herausforderung gerüstet zu sein, legt das Land Vorarlberg nun einen Bericht vor, mit dem insbesondere die Zuständigen in den Gemeinden – die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister – über den prognostizierten Bedarf an Pflegeheimplätzen für die Jahre 2020 bis 2025 informiert werden.

"Wir werden selbstverständlich am Prinzip 'So viel wie möglich ambulant, so viel wie nötig stationär' festhalten und wollen die erforderlichen Ressourcen schaffen", sagte Landesrätin Katharina Wiesflecker, die gemeinsam mit Gemeindeverbandspräsident Harald Köhlmeier den Bericht am Donnerstag, 11. Jänner, im SeneCura Sozialzentrum Hard präsentierte.

   Obwohl allein die Zahl der Hochbetagten (85 Jahre und älter) innerhalt von zehn Jahren um voraussichtlich fast 3.500 Menschen zunehmen wird, ist der Bedarf an Pflegeheimplätzen für ältere Menschen bis 2020 praktisch überall im Land gedeckt, so die Prognose. Erst zwischen 2021 und 2025 wird mit einem Ausbaubedarf um ca. 125 Pflegeheimplätze zu rechnens sein, und zwar speziell in den dicht besiedelten Gebieten im Rheintal, nicht in den ländlichen Regionen. Insgesamt steuert Vorarlberg darauf zu, dass in absehbarer Zukunft auf jeden Neuzugang in ein Pflegeheim ein Neuzugang in die 24-Stunden-Betreuung verzeichnet wird. Die verstärkte Nachfrage nach dem Rund-um-die-Uhr-Angebot führt dazu, dass es weniger Heimzugänge im Verhältnis zur Zunahme der älteren Bevölkerung gibt.

   Dementsprechend will Landesrätin Wiesflecker die Qualität der 24-Stunden-Betreuung sichern und hat dafür eine Arbeitsgruppe eingerichtet: "Pflege und Betreuung funktioniert nur dann gut, wenn alle Beteiligten zufrieden sind und ein angemessenes Verhältnis gegeben ist zwischen dem, was die Kundin bzw. der Kunde bezahlt, was die Agentur bekommt und was die Betreuenden verdienen."

   Gemeindeverbandspräsident Köhlmeier zeigte sich überzeugt, dass die Betreuungs- und Pflegestrukturen in Vorarlberg ein gutes Fundament darstellen, um die kommenden Herausforderungen zu bewältigen. "Es geht darum, nicht überall neue Heime zu bauen, sondern im Zuge anstehender Sanierungen oder Erweiterungen die bestehenden Kapazitäten auszubauen. Von großer Bedeutung sind und bleiben gemeindeübergreifende Kooperationen in den Regionen", sagte er.

Geriatrische Remobilisation im Pflegeheim

   Um ältere bzw. alte Patientinnen/Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt wieder auf eine weitgehend selbstbestimmte Lebensführung vorzubereiten, wird das Projekt "Geriatrische Remobilisation im Pflegeheim" durchgeführt. Ziel ist es, die Verweildauer geriatrischer Patientinnen/Patienten im Krankenhaus zu verkürzen und unerwünschte Wiederaufnahmen zu vermeiden, so LR Wiesflecker. Das Pilotprojekt wird noch im ersten Quartal 2017 in zwei Heimen – SeneCura Sozialzentrum Hard und Pflegeheim Nenzing – mit jeweils fünf Plätzen durchgeführt. Das Angebot ist zeitlich auf 28 Tage beschränkt. Die therapeutischen Leistungen wie etwa die Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie sind ein wesentlicher Bestandteil und werden von der SMO – Neurologische Rehabilitation erbracht. Die Aufnahme der Patientinnen/Patienten erfolgt über Zuweisung der entlassenden Fachabteilungen der Krankenhäuser. Das lokale bzw. regionale Case Management wird bei Bedarf eingebunden.

   Finanziert wird das Projekt mit Mitteln aus dem Sozialfonds, dem Landesgesundheitsfonds, der Vorarlberger Gebietskrankenkasse und durch die Kostenbeteiligung der Patientinnen/Patienten. Für die Projektphase (2017-2018) sind rund zwei Millionen Euro eingerechnet worden. Die Betroffenen selbst haben einen Selbstbehalt von 18 Euro/Tag zu zahlen.

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Redakteur/in: Gerhard Wirth (LageplanFahrplan)


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