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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Montag, 30.1.2017 18:15 Uhr

Soziales/Entwicklungszusammenarbeit/Rauch

Neue strategische Ausrichtung in der Entwicklungszusammenarbeit

LR Rauch: "Rolle des Landes als aktiver Partner weiter festigen"

Bregenz (VLK) – Eine strategische Neuausrichtung des Landes in der Entwicklungszusammenarbeit hat Landesrat Johannes Rauch am Montag (30. Jänner) in Bregenz präsentiert. Zu den wichtigsten Weiterentwicklungen zählen die Auswahl des Schwerpunktlandes Burkina Faso in Vorarlbergs Entwicklungszusammenarbeit, ein Fördersystem auf drei Ebenen sowie die Stärkung von Austausch und Vernetzung zwischen einzelnen Akteurinnen und Akteuren. Rund 70 Fachleute, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind, waren der Einladung des Landes gefolgt.

"Mit der Neuausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit wollen wir uns von Landesseite aktiv einbringen - sowohl bei der Umsetzung von Projekten, als auch bei der Förderung der Professionalisierung und des fachlichen Austausches", betonte Landesrat Rauch im Rahmen der Präsentation. Weiterhin gelte der Grundsatz "Hilfe zur Selbsthilfe": Mit gezielter Unterstützung und Projektpartnerinnen und Projektpartnern vor Ort sollen Menschen in wirtschaftlich benachteiligten Gebieten dabei unterstützt werden, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, erklärte Rauch.

Schwerpunktland Burkina Faso

  
Eine grundlegende Neuerung betrifft die Wahl eines Schwerpunktlandes innerhalb der Entwicklungszusammenarbeit. "Indem wir unsere Kräfte in einem Land bündeln, können wir Vorarlbergs Stärken im Partnerland langfristig einbringen und die Situation der Bevölkerung vor Ort nachhaltig verbessern", erklärt Landesrat Rauch. Als Schwerpunktland wurde Burkina Faso gewählt. Der westafrikanische Staat zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. In Kooperation mit Vorarlberg Know-How-Trägern soll das gegenseitige Lernen und der Austausch zwischen den beiden Ländern gefördert werden. 50 Prozent der Fördergelder im Bereich Entwicklungszusammenarbeit werden in Kooperation mit der Österreichischen Entwicklungszusammenrbeit (ADA) in verschiedenen Projekten im Partnerland Burkina Faso umgesetzt.

Förderung auf drei Ebenen

  
Ebenfalls präsentiert wurde ein neues Fördersystem, das Projekte und Initiativen auf drei Ebenen unterstützt. Die erste Ebene betrifft die Förderung von längerfristigen Projekten über drei Jahre. Sie werden mit je bis zu 100.000 Euro unterstützt. Die vom Land Vorarlberg organisierte Ausschreibung soll ein- bis zweimal jährlich stattfinden und richtet sich an nachhaltige Projekte von größeren Partnerorganisationen.

   Die zweite Ebene zielt auf mittelfristige Projekte mit einer Laufzeit von einem Jahr. Sie werden mit bis zu 10.000 Euro gefördert. Bewerben können sich Vereine und Organisationen, die bereits Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit gesammelt haben.

   Auf der dritten Ebene werden Kleininitiativen gefördert. Dazu zählen Projekte von kleineren Partnerinnen und Partnern wie Firmenweihnachtsaktionen, Initiativen von Schulklassen, Pfarrbazaren, Gemeinden oder Einzelpersonen. Im Rahmen dieser Förderung verdoppelt das Land Spendeneinnahmen von 1.000 bis maximal 2.500 Euro. Pro Antragstellung, Land und Jahr ist jeweils eine Förderung möglich.


Vernetzung und Austausch

  
Einen weiteren Schwerpunkt in der neuen Ausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit legt das Land auf Vernetzung und Bildung. Schulungen, Diskussionsrunden und Vernetzungstreffen sollen den fachlichen Austausch zwischen den einzelnen Akteurinnen und Akteure sowie Partnerorganisationen in der Entwicklungszusammenarbeit fördern. Darüber hinaus wird die bewährte Katastrophenhilfe des Landes auch in Zukunft fortgesetzt.

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Redakteur/in: Thomas Mair (LageplanFahrplan)


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