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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Freitag, 7.7.2017 12:29 Uhr

Wasser/Hochwasserschutz/Bodensee/Schwärzler

LR Schwärzler: Hochwasserschutz hat Priorität

200 Jahre nach dem Rekord-Wasserstand des Bodensees – Land investiert weiter kräftig in die höchstmögliche Hochwassersicherheit

Bregenz (VLK) – Am 7. Juli 1817 – also vor genau 200 Jahren – erreichte der Bodensee den höchsten Wasserstand, der aus den Aufzeichnungen bekannt ist. Diesen Jahrestag nahm Landesrat Erich Schwärzler gemeinsam mit Wasserwirtschafts-Vorstand Thomas Blank und Landesarchivar Alois Niederstätter zum Anlass, um an die Ereignisse von damals zu erinnern und zu erläutern, was am See und landesweit seither getan wurde und welche Maßnahmen aktuell umgesetzt werden bzw. in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll.

LR Erich Schwärzler . Thomas Blank . LR Schwärzler: Hochwasserschutz hat Priorität .

"Funktionierende Hochwasserschutzanlagen sind die Grundlage für das Wohnen und Arbeiten in Vorarlberg. Deshalb hat Hochwasserschutz höchste Priorität, auch wenn wir uns bewusst sein müssen, dass ein 100-prozentiger Schutz nicht möglich ist. Es braucht ein angemessenes Risikomanagement", sagte Landesrat Schwärzler. Seit dem Bodenseehochwasser 1999 wurden am Vorarlberger Ufer 14,8 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. Und landesweit wurden seit dem Hochwasser im Jahr 2005 rund 345 Millionen Euro für Schutzbauten aufgewendet.

   Auch in den nächsten Jahren wird in Vorarlberg der Hochwasserschutz konsequent weiterentwickelt und verbessert werden, betonte Landesrat Schwärzler: "Mit der Strategie des integralen Hochwasserschutzes wollen wir auch in Zukunft ein höchstmögliches Schutzniveau sicherstellen." Dabei geht es darum, in allen Handlungsfeldern aktiv zu sein. Mit der Regulierung von Gewässern allein ist es nicht getan, es braucht auch Aktivitäten im Bereich der räumlichen Vorsorge, zum privaten und betrieblichen Objektschutz und zum Katastrophenschutz.

   Einmal mehr bekräftigte Schwärzler die Bedeutung des grenzübergreifenden Projekts RHESI, mit dem die Abflussmenge des Alpenrheins von 3.100 auf mindestens 4.300 m³/s vergrößert werden soll. "RHESI ist damit das wichtigste Hochwasserschutzprojekt für Vorarlberg und das Alpenrheintal. Uns liegt viel daran, dass dieses Jahrhundertprojekt so rasch wie möglich umgesetzt wird", so Schwärzler.

   Im Zuständigkeitsbereich der Wasserwirtschaft des Landes Vorarlberg sind die größten Schutzprojekte der nächsten zehn Jahre sind laut Thomas Blank am Unterlauf der Bregenzerach, an der Ill in Franstanz, Nenzing, Satteins und Schlins, am Fischbach in Dornbirn, am Bodenseeufer im Rheindelta, am Schwarzbach in Thüringen und Bludesch sowie an der Schwarzach in Schwarzach und Wolfurt. Für diese Projekte sind Investitionen von insgesamt rund 100 Millionen Euro vorgesehen.

   Auslöser des Hochwassers von 1817 war das Zusammentreffen eines langfristigen klimatischen Wandels mit einer Naturkatastrophe von besonderem Ausmaß. Seit dem 16. Jahrhundert sanken die Temperaturen im Alpenraum deutlich ("kleine Eiszeit").  Am 5. April 1815 kam es in Indonesien zu einem gewaltigen Vulkanausbruch. Von den Windströmungen erfasst und verbreitet, bewirkten Asche und Gase eine globale Abkühlung. 1816 wurde zum "Jahr ohne Sommer". Erst im Frühjahr 1817 stiegen die Temperaturen wieder. Mit der Schneeschmelze folgte dann die Flutkatastrophe.

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Redakteur/in: Gerhard Wirth (LageplanFahrplan)


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