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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Mittwoch, 29.11.2017 11:05 Uhr

Klima/Klimaschutz/Rauch

Klimaschutz ernstnehmen und rasch handeln!

LR Rauch richtet Appell an die Koalitionsverhandler

Bregenz (VLK) – Damit Österreich seinen Aufgaben im Klimaschutz endlich nachkommt, gilt es rasch zu handeln, warnt Klimaschutzlandesrat Johannes Rauch und ortet großen Nachholbedarf. Drastische Reduktionen der Treibhausgas-Emissionen seien notwendig, um die durchschnittliche globale Erwärmung auf 2 °C zu beschränken und damit weitreichende irreversible Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Derzeit steigen die Treibhausgas-Emissionen jedoch eher.

„Kein anderer Staat, der das Kyoto-Protokoll von 1997 unterzeichnet hat, muss dieses beschämende Resümee ziehen, keine Reduktion zustande gebracht zu haben“ bedauert der Landesrat und verweist auf die damalige Verpflichtung von Österreich bis 2010 seine Treibhausgasemissionen um 13 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren: „Stattdessen liegen wir derzeit sogar leicht über dem Niveau von 1990“.

Der Umwelt- und Klimaschutzlandesrat richtet daher einen dringenden Appell an die Koalitionsverhandler von schwarz-blau: „Den vermutlich zukünftigen Koalitionspartnern sollte klar sein, wenn sie keine zukunftsweisende Energie- und Klimapolitik betreiben, kann das Österreich teuer zu stehen kommen. Den Klimaschutz weiter aufzuschieben, würde schwere wirtschaftliche und soziale Probleme schaffen.“ Das belegen die Prognosen drastisch wachsender Schäden, aber auch die Tatsache, dass das sogenannte Treibhausgasbudget Österreichs schon bis 2035 verbraucht ist, wenn sich an den derzeitigen Emissionen nichts ändert.

„In den Fokus müssen die vielen wirtschafts- und sozialpolitischen Chancen gerückt werden, die eine aktive Klimaschutzpolitik mit sich bringt. Österreich wäre gut beraten, eine aktive und vorausschauende Haltung einzunehmen,“  gibt der Landesrat zu Bedenken.

Rauch fordert daher ein Maßnahmenbündel, das im Regierungsübereinkommen festgeschrieben werden muss:

-           Das Schaffen eines eigenen Klimaschutzministeriums mit allen erforderlichen Kompetenzen von Umwelt über Energie bis Verkehr,

-           Die umgehende Erstellung einer umfassenden und verbindlichen Klima- und Energiestrategie auf Basis der Pariser Klimaziele, die eine ökosoziale Steuerreform, ein Ökostromgesetz als Basis für 100 Prozent erneuerbaren Strom und ein großes Paket für die Verkehrswende (Ausbau öffentlicher Verkehr, Radverkehr, E-Mobilität) beinhalten muss,

-           die Abschaffung klimaschädlicher Subventionen, in einer Dimension, wie das WIFO zeigt, von 4 Milliarden Euro pro Jahr.

-           Ein Paket von Sofortmaßnahmen um überfällig wichtige Schritte im Klimaschutz zu setzen.

„Für Österreich überhaupt nicht zielführend, ist die Zerschlagung des Klima- und Energiefonds. Der Klimafonds hat als Drehscheibe und Thinktank für den Klimaschutz in Österreich seit 2007 rund eine Milliarde Euro für 110.000 geförderte Projekte im Bereich Energieautonomie und Klimaschutz bereitgestellt. Dieser Appell geht vor allem an die ÖVP, hier dem Druck der FPÖ keinesfalls nachzugeben,“ betont Rauch.

Einmal mehr habe sich gezeigt, dass die Folgen des Klimawandels die größte Herausforderung sein werden, die wir in den nächsten Jahrzehnten zu bewältigen haben. “Am teuersten wird es für jene Staaten, die nicht bereit sind, JETZT zu handeln“.

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Redakteur/in: Thomas Mair (LageplanFahrplan)


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