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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

VLK-Nr. 287 – Audio 20; Mittwoch, 28.4.2010 14:57 Uhr

Integration/Leitbild/Vorarlberg

Gemeinsam Zukunft gestalten

Integrationsleitbild des Landes Vorarlberg vorgestellt

Bregenz (VLK) - Integration ist ein sehr komplexer Prozess, zu dem sowohl Fördern als auch Fordern gehört und der Zeit braucht. Bildung und Sprache, Wohnung und Beschäftigung sind entscheidende Faktoren. Darüber besteht in Vorarlberg eine breite Übereinstimmung aller im Landtag vertretenen politischen Parteien. Mit dem Integrationsleitbild "Gemeinsam Zukunft gestalten" ist es nun gelungen, einen verbindlichen Rahmen für alle laufenden und zukünftigen Integrationsaktivitäten in Vorarlberg zu formulieren.

LAbg. Kurt Fischer . LAbg. Dieter Egger . LAbg. Vahide Aydin . LAbg. Gabriele Sprickler-Falschlunger . LAbg. Albert Hofer . Kenan Güngör . LR Erich Schwärzler .

Der Entwurf des neuen Leitbilds wurde heute, Mittwoch in einer Pressekonferenz mit allen vier Landtagsparteien im Landhaus vorgestellt. Teilnehmer waren Landesrat Erich Schwärzler, Sozialwissenschaftler und Prozessbegleiter Kenan Güngör, der Vorsitzende des Integrationsausschusses Kurt Fischer, sowie die Integrationssprecher der Landtagsparteien, die Abgeordneten Albert Hofer, Klubobmann Dieter Egger, Vahide Aydin und Gabriele Sprickler-Falschlunger.

Die integrationspolitischen Leitziele

Das Leitbild wurde in intensiven Diskussionen gemeinsam erarbeitet und soll Basis für die künftige Integrationspolitik des Landes sein. Es definiert Ziele und Arbeits-Schwerpunkte sowie Rechte und Pflichten für beide Seiten. Landesrat Schwärzler sprach dabei von einem "Meilenstein."

Im Integrationsleitbild sind drei Leitlinien formuliert:
- Grundwerte und Grundrechte als gemeinsame Basis; Vorarlberg – Heimat für alle: Integration beruht unter anderem auf gemeinsamen Werten. Dazu zählen die Achtung von Engagement und Arbeit, Verbindlichkeit im Umgang miteinander und die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft. Traditionen zu pflegen und auch für Zugewanderte zugänglich zu machen ist genauso Element der Integration wie die Offenheit gegenüber deren Kultur.

- Herausforderungen annehmen – Potenziale entfalten: Die Schwierigkeiten der Integration dürfen weder schöngeredet noch dramatisiert werden. "Sie müssen mit der gebotenen Weitsicht ernst und besonnen angegangen werden", sagte Studienautor Güngör, "Entscheidend sind ein unverkrampfter Zugang und die Bereitschaft, den Integrationsprozess aktiv zu gestalten."

- Teilhabe fördern und fordern – Zusammenhalt stärken: Ein wesentlicher Teil von Integration findet in öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendzentren, Gesundheits- oder Pflegeeinrichtungen sowie Sport- und Kultureinrichtungen statt. Die Teilhabe und Teilnahme an diesen Einrichtungen schafft Verständnis für gemeinsame Anliegen und ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des sozialen Zusammenhalts.

Schwerpunkte

Die vier Landtagsparteien waren sich bei den Schwerpunktsetzungen im Wesentlichen einig: Neben Sprache und Bildung gelte den Themenfeldern Wohnen, Jugendbeschäftigung und Gesundheit besonderes Augenmerk. Einigkeit herrschte bei den Landtagsparteien auch bei der Hauptmotivation für die Erstellung eines Integrationsleitbilds – "weil es ein Akt der Vernunft ist und an der Integration kein Weg vorbei führt", so die einhellige Meinung der Abgeordneten Hofer, Egger, Aydin und Sprickler-Falschlunger.

Die Inhalte des Leitbilds werden als Broschüre, die auch auf Türkisch, Serbokroatisch und Englisch aufliegen soll, erscheinen und so in Kommunen, Vereine und Institutionen getragen werden, kündigte Ausschussvorsitzender Fischer an.

Das Leitbild wird auch am Mittwoch Nachmittag bei der 5. Integrationskonferenz des Landes im Montfortsaal des Landhauses Kernthema sein.

Rund 13 Prozent der Vorarlberger Wohnbevölkerung sind ausländische Staatsangehörige. Sie stammen aus ca. 140 Nationen. Kamen im 19. Jahrhundert die Zuwanderer meist aus anderen Teilen der Monarchie oder Italien, so waren es im 20. Jahrhundert vor allem Arbeitskräfte aus den anderen Bundesländern, der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien. In den letzten zehn Jahren ließen sich vor allem Unionsbürgerinnen und –bürger – mehrheitlich aus Deutschland – in Vorarlberg nieder.

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Redakteur/in: Thomas Mair (LageplanFahrplan)




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