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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

VLK-Nr. 603; Donnerstag, 9.9.2010 12:26 Uhr

Soziales/Sausgruber/Schmid

Lückenlose Aufarbeitung von Missbrauchfällen

LH Sausgruber, LR Schmid: Kommission wird eingerichtet

Bregenz (VLK) – Zur lückenlosen Aufarbeitung von Gewalt- und Missbrauchsfällen in Einrichtungen des Landes sowie zur Unterstützung der Opfer wird eine eigene Kommission eingerichtet. Derzeit sind zehn Einzelfälle bekannt. Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Landesrätin Greti Schmid bitten die Opfer von Missbrauchsfällen um Verzeihung.

Mit IfS-Expertin Ruth Rüdisser, Primar Reinhard Haller und dem früheren Leitenden Staatsanwalt Franz Pflanzner konnten ausgewiesene Fachleute für die Mitwirkung in der Vorarlberger Kommission gewonnen werden. Bei der Aufarbeitung wird man sich an den Tiroler Richtlinien bzw. an den Richtlinien der kirchlichen Kommission orientieren und strebt eine länderübergreifende Vorgangsweise an.

"Dass Jugendliche und Kinder seelische, physische und sexuelle Gewalt erleiden mussten, ist traurig und beschämend", bedauern Landeshauptmann Sausgruber und Landesrätin Schmid. Geschehenes könne nicht ungeschehen gemacht werden, es dürfe aber auch keine pauschalen Verurteilungen geben. Umso wichtiger sei es, dass dieses sensible Thema lückenlos aufgearbeitet wird. Sausgruber und Schmid bitten die Missbrauchsopfer um Verzeihung.

Jegliche Form der Gewalt an Kindern muss verhindert werden

In den Kontakten mit den Betroffenen standen immer wieder zwei Anliegen im Vordergrund, so Schmid: "Zum einen, dass ihre Berichte und Erfahrungen ernst genommen werden und zum anderen, dass Kindern und Jugendlichen heute und in Zukunft eine solche Behandlung nicht mehr widerfahren soll.“ Um eine abgestimmte und einheitliche Form der Bewältigung und Aufarbeitung in allen Bundesländern zu gewährleisten, werden in den nächsten Wochen länderübergreifende Gespräche in Kooperation mit der unabhängigen Opferbeauftragten der katholischen Kirche, Waltraud Klasnic, stattfinden.

Gewalt in der Erziehung, wie sie die Betroffenen vor langer Zeit erlitten haben, soll in den privaten Einrichtungen der Jugendwohlfahrt nicht mehr vorkommen können, betont Landesrätin Schmid: "Daher nehmen diese Einrichtungen die Erfahrungen der Opfer zum Anlass, in Zusammenarbeit mit der Fachaufsicht des Landes ihre Vorkehrungen zum Schutz der Kinder zu überprüfen, um jegliche Form der Gewalt an Kindern nach Möglichkeit verhindern zu können."

Kinder- und Jugendanwalt bleibt zuständig

Betroffene, die in der Vergangenheit Gewalt in Landeseinrichtungen erlebt haben, können sich auch weiterhin an die Opferschutzstelle unter der Telefonnummer des Kinder- und Jugendanwaltes 05522/84900 und der E-mail-Adresse opferschutz@vorarlberg.at wenden.

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Redakteur/in: Gerhard Wirth (LageplanFahrplan)


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