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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

VLK-Nr. 92 – Audio 5; Montag, 21.2.2011 13:27 Uhr

Raumplanung/Vorarlberg/St.Gallen/Rüdisser

Grenzüberschreitende Bilder

Projekt Rheintalatlas: Wertvolle Grundlage für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rheintal

Bregenz (VLK) - Das Vorarlberger Rheintal und das St.Galler Rheintal sind Wachstumsregionen. Auf beiden Seiten sind die Herausforderungen dieselben, vor allem was die Themenbereiche Siedlungsflächen, Nutzung des Lebensraums und Verkehrsinfrastruktur betrifft. Als wichtige Basis für konkrete Kooperationen haben die Raumplanungsstellen des Kantons St. Gallen und des Landes Vorarlberg grenzüberschreitende Themenkarten erarbeitet, erläuterten Landesrat Karlheinz Rüdisser und der St.Galler Regierungspräsident Willi Haag im heutigen (Montag) Pressegespräch.

LR Karlheinz Rüdisser . Reg.Präs Willi Haag . Wilfried Bertsch . Ueli Strauss .

Das St.Galler Rheintal umfasst zwölf Gemeinden mit gut 63.000 Einwohnern, auf Vorarlberger Seite zählt man 29 Gemeinden mit 245.000 Einwohnern – insgesamt 41 Gemeinden mit 308.000 Einwohnern. "Viele Themenbereiche können nur gemeinsam wahrgenommen werden, wie zum Beispiel Fragen der überregionalen Verkehrsanbindung oder der Standortattraktivität", sagte Landesrat Rüdisser. Aus diesen Gründen gibt es auf beiden Seiten des Rheins vermehrt Projekte und Initiativen, die den Schritt über die Landesgrenzen machen – Rüdisser: "Dazu gehören insbesondere das Agglomerationsprogramm Rheintal und Vision Rheintal."

"Bei all den Unterschieden und Gemeinsamkeiten, die beiderseits des Rheins erkennbar sind, zeigt sich dabei letztlich ein zentraler Aspekt", betonte Regierungspräsident Haag: "Das Rheintal ist ein gemeinsamer Lebensraum, den es zusammen zu entwickeln gilt." Haag nannte noch einen weiteren Grund: "Im internationalen Standortwettbewerb werden wir nur bestehen können, wenn wir gut zusammenarbeiten."

Elf Themenbereiche

Bei der Bearbeitung der Rheintal Karten gab es drei wesentliche Herausforderungen zu bewältigen, informierten die Raumplanungverantwortlichen Wilfried Bertsch und Ueli Strauss:
- Ein direkter Vergleich statistischer und kartographischer Daten war auf Grund unterschiedlicher Erfassungsmethoden vielfach nicht möglich
- Die geographischen Informationssysteme haben eine Zusammenführung bisher nicht oder nur unter großem Aufwand zugelassen
- Zudem ist in der Bearbeitungsphase ein intensiver fachlicher Austausch erfolgt, indem beispielsweise die unterschiedlichen Begriffsverständnisse und rechtlichen Grundlagen – was heißt Baufläche (Vorarlberg) und was heißt Bauzone (St.Gallen) – abgeklärt werden konnten.

Das nun vorliegende 36-seitige Werkheft enthält elf grenzüberschreitende Planungskarten zum Rheintal in St.Gallen und Vorarlberg zu folgenden Themen: Siedlungsentwicklung, Kommunale Raumplanung, Siedlungsstruktur, Grüne Zonen, Arbeitsstätten, Tagespendler, Bevölkerung,

Wohnungen, Hochwasserschutz, Naturraum sowie Freizeit und Erholung. Die Karten belegen, dass in einigen Bereichen große Übereinstimmungen bestehen, in einigen weniger:
- Der Anteil der Baufläche/Bauzone macht rund ein Siebtel der Gesamtfläche aus – 14 Prozent im St.Galler Rheintal, 16 Prozent auf der Vorarlberger Seite
- Knapp 45 Prozent der St.Galler Beschäftigten arbeiten in der Produktion und Sachgütererzeugung, in Vorarlberg sind es gut 30 Prozent
- Tagespendler: Rund 6000 Vorarlberger arbeiten im St.Galler Rheintal, umgekehrt sind es 100 St.Galler, die im Vorarlberger Rheintal arbeiten.
- Hochwasserschutz: Zum Schutz des Siedlungs- und Wirtschaftsraumes ist es notwendig, Flächen sicher zu stellen. Die nun vorliegenden Karten ermöglichen eine bessere grenzüberschreitende Abstimmung.

Nächste Schritte in der Zusammenarbeit

Aktuell werden Regierungsbeschlüsse in St.Gallen und Vorarlberg erarbeitet. In diesen wird festgehalten, in welchen Themen- und Arbeitsbereichen die weitere Zusammenarbeit erfolgen soll. Die Beschlüsse sollen im Herbst 2011 auf beiden Seiten des Rheins erfolgen.

Das Werkheft "Rheintal Karten" kann gegen einen Unkostenbeitrag von zehn Euro bzw. zwölf Schweizer Franken bei den beiden Raumplanungsabteilungen des Landes Vorarlberg und des Kantons St. Gallen bestellt werden. Die "Rheintal Karten" können auch im Internet unter folgenden Adressen heruntergeladen werden:
www.vorarlberg.at
www.vision-rheintal.at
www.areg.sg.ch
www.myrheintal.ch

Infobox

Redakteur/in: Thomas Mair (LageplanFahrplan)


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