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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

VLK-Nr. 120; Mittwoch, 13.2.2013 8:46 Uhr

Sicherheit/Rotes Kreuz/Infrastruktur/Wallner/Bernhard

Rotes Kreuz Vorarlberg optimiert Datenfluss in der Rettungskette

LH Wallner und LR Bernhard: "Weitere Verbesserungen im Sinn der Patientinnen und Patienten" – Land stellt für Projekt "Elektronisches Einsatzprotokoll" mehr als 168.000 Euro bereit

Bregenz (VLK) – In Vorarlberg wird die Effizienz bei den Notfall- und Krankentransporten weiter gesteigert. Dazu wurde das Projekt "Elektronisches Einsatzprotokoll" gestartet. Mit ihm sollen Dokumentation und Arbeitsablauf im Bereich des bodengebundenen Kranken- und Rettungstransports in das digitale Zeitalter überführt werden. Für das Projekt werden vom Land mehr als 168.000 Euro bereitgestellt, informieren Landeshauptmann Markus Wallner und Gesundheitslandesrat Christian Bernhard.

Erst die im Juli 2009 offiziell eröffnete, moderne Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Feldkirch hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, den Krankentransport- und Rettungsdienst inklusive notärztlicher Versorgung im Land zeitgemäß zu erneuern, betont der Landeshauptmann. Seitdem hat sich bei der technischen Infrastruktur einiges bewegt. Vor rund zweieinhalb Jahren sind die Rettungsfahrzeuge des Roten Kreuzes Vorarlberg mit modernster Kommunikationstechnologie aufgerüstet worden. Fahrzeuge im Einsatz und zentrales Einsatzleitsystem in der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle sind seither permanent vernetzt. Im Katastrophenfall können vom Einsatzort Bilder in hoher Qualität in die Leitstelle übertragen werden. Zudem lassen sich Notfall- und Krankentransporte durch die Anbindung an die RFL deutlich effizienter und kostengünstiger abwickeln. Neben den RFL-Mitarbeitenden und den Fahrzeugbesatzungen haben vom Einbau der Bordrechner vor allem die Vorarlberger Patientinnen und Patienten profitiert, zieht Wallner eine zufriedene Bilanz.

Weiterer Modernisierungsschub

Der nächste Optimierungsschritt im bodengebundenen Kranken- und Rettungstransport stellt die Einführung eines elektronischen Einsatzprotokolls dar. Bisher sind alle Einsätze, die von den Fahrzeugbesatzungen bewältigt wurden, handschriftlich protokolliert worden. Die Digitalisierung erfolgte dann zu einem späteren Zeitpunkt. Bei einem Transportaufkommen von täglich 285 Personen (im Jahr 2012) war damit ein sehr hoher Verwaltungsaufwand verbunden. Dieser wird mit der Einführung eines elektronischen Einsatzprotokolls auf ein absolutes Minimum reduziert. Zudem können die medizinischen Daten (Herzaktivität, Blutdruck usw.) vom Einsatzfahrzeug aus direkt an das übernehmende Krankenhaus weitergeleitet werden. "Mit der wichtigen Innovation lässt sich in Zukunft Zeit und Geld sparen. Der optimierte Datenfluss in der Rettungskette führt darüber hinaus zu einer weiteren Steigerung von Qualität und Effizienz im Sinne der Patientinnen und Patienten", betont Gesundheitslandesrat Bernhard. Vorteile erwartet sich der Landesrat auch in Sachen Qualitätssicherung: "Die frühzeitige Digitalisierung bereits beim Transport erlaubt eine noch professionellere Auswertung der Einsatzdaten, was für eine nachhaltige Sicherung der hohen Qualitätsstandards entscheidend ist".

Die Gesamtkosten für das Projekt "Elektronisches Einsatzprotokoll" werden sich nach Angaben des Rot Kreuz-Landesverbandes Vorarlberg auf 510.000 Euro belaufen. Diese Summe beinhaltet Kosten für Softwareentwicklungen und -lizenzen, die Anschaffung von Computerhardware sowie die Kosten für Wartung und Schulung der Rot-Kreuz-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zwei Drittel der gesamten Aufwendung finanziert das Vorarlberger Rote Kreuz aus Spenden. Mehr als 168.000 Euro werden vom Land beigesteuert.

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Redakteur/in: Wolfgang Hollenstein (LageplanFahrplan)


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