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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Donnerstag, 2.6.2016 9:30 Uhr

Gesundheit/Dialyse/Bernhard

Vorarlberg: geringster Zuwachs an Dialysepatienten im Österreichschnitt

LR Bernhard und VGKK-Obmann Brunner: Wollen diesen Trend forcieren – neues Vorsorgeprojekt "Gesunde Niere Vorarlberg"

Bregenz (VLK) – Die Zahl der Neuzugänge an Dialysepatienten in Vorarlberg ist erfreulich gering. Die Gesamtzahl der Dialysepatienten in Vorarlberg sinkt, berichtet Gesundheitslandesrat Christian Bernhard. "Diesen Trend wollen wir mit dem neu eingerichteten Vorsorgeprojekt 'Gesunde Niere Vorarlberg' weiter ausbauen", kündigen Bernhard und VGKK-Obmann Manfred Brunner an.

2015 wurden 37 Personen mit einem akuten dialysepflichtigen Nierenversagen im Landeskrankenhaus Feldkirch neu behandelt. 2010 waren es noch 45 Personen. Der Neuzuwachs an Dialysepatientinnen und -patienten bleibt erfreulicherweise gering.
Im Jahr 2014 hatte Vorarlberg mit 31 Patientinnen und Patienten erstmals den geringsten Zuwachs an Dialysepatienten in Österreich. Österreichweit gab es in diesem Jahr 125 Neuerkrankungen pro Million Einwohner – in Vorarlberg sind es (hochgerechnet auf eine Million Einwohner) 85 Neuerkrankungen. Alle anderen Bundesländer verzeichneten eine höhere Zahl an Neuerkrankungen – von 87 (Tirol) bis 157 (Wien).  "Ursache ist ein besonderes Maß an Bewusstsein für Nierenerkrankungen in Vorarlberg", betont der Landesrat: "Zudem ist die Frühdiagnostik gut ausgebaut, auch die zahlreichen Informationsveranstaltungen bei niedergelassenen Ärzten zeigen Früchte."

   Erfreulicherweise steigt die Zahl der Nierentransplantationen weiter an. Im letzten Jahr erhielten 22 Personen eine Spenderniere. Die Gesamtzahl der nierentransplantierten Patientinnen und Patienten steigt dadurch seit 2010 (216) auf 2015 um 15 Prozent auf 249 Personen an. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung (669 Patienten pro Million Einwohner) ist dies im globalen Vergleich ein Spitzenwert.

Neues Vorsorgeprojekt "Gesunde Niere Vorarlberg"

  
Um diesen Trend weiter zu forcieren, hat die Landeszielsteuerungskommission kürzlich ein weiteres Vorsorgeprojekt "Gesunde Niere Vorarlberg" beschlossen. Nierenerkrankungen sind häufig und gefährlich und ihre Behandlung ist sehr teuer. Durch die Identifizierung von Risikopatienten und die Einleitung prophylaktischer und früher therapeutischer Maßnahmen kann das Auftreten einer akuten Nierenschädigung in vielen Fällen vermieden werden. Die Durchführung dieses neuen Projektes erfolgt in enger Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten für Allgemeinmedizin und Fachärzten für Innere Medizin. In den westlichen Industrienationen leiden etwa 10 Prozent aller Erwachsenen an einer chronischen Nierenschädigung, meist hervorgerufen durch Diabetes, hohen Blutdruck oder Gefäßschäden.

   Ziel ist es, bei unter 60 Prozent Nierenleistung eine chronische Nierenerkrankung bei Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren, entsprechende Maßnahmen zur Senkung des renalen Risikos (Nierenersatztherapie) zu setzen, und für eine geregelte Zuweisung ans nephrologische Zentrum zu sorgen. Zusätzlich soll das Projekt bei Diagnose einer Nierenleistung von 20 Prozent eine zeitgerechte und geplante Vorbereitung und Übernahme an die Nierenersatztherapie garantieren.

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Redakteur/in: Thomas Mair (LageplanFahrplan)


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