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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Freitag, 26.8.2016 12:04 Uhr

Soziales/Gesundheit/Bernhard

Achse Vorarlberg – Hannover im Sozial- und Gesundheitswesen

Landesrat Bernhard: Grenzüberschreitender fachlicher Austausch fördert innovative Lösungen

Bregenz (VLK) – Auf Einladung von Landesrat Christian Bernhard war eine Delegation des Dezernats für soziale Infrastruktur der Region Hannover zu Gast in Vorarlberg, um sich ein Bild der hiesigen Versorgungslandschaft in den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe, Inklusion für Menschen mit Behinderung, Hilfen für psychisch erkrankte Menschen sowie Senioren und Pflegevorsorge zu machen. "Das zeigt, dass Vorarlberg als Sozialland nicht nur österreichweit aufzeigen kann, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus hohes Ansehen genießt", freut sich Bernhard.

Die Herausforderungen beider Länder bzw. Regionen im Sozial- und Gesundheitswesen sind nahezu ident: demografische Entwicklung, Fachkräftemangel, Steuerung der Angebote. "Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche ist der fachliche Austausch mit vergleichbaren Regionen auch über die Landesgrenzen hinaus hilfreich. Der Blick über den Tellerrand fördert innovative Lösungen", so Landesrat Bernhard. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit bei dem Treffen.

   Auch Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker unterstreicht den internationalen Fachaustausch. "Man muss nicht alles neu erfinden. Internationale Vernetzung heißt aus den Erfahrungen anderer lernen, eigenes Bewährtes weitergeben und damit  Best-Practise-Umsetzungen austauschen", sagt Wiesflecker.

   Im Mittelpunkt des zweieinhalbtägigen Besuchs standen der Dialog mit Fachleuten in der Landesverwaltung, die Besichtigung von Hilfseinrichtungen aus den einzelnen Themenfeldern und das Gespräch mit den dort Beschäftigten. U.a. wurden die Werkstätten für psychisch kranke Menschen der pro mente v in Dornbirn, das Netzwerk Familie, das IfS in Röthis, die Aqua mühle sowie verschiedene Einrichtungen der Betreuung und Pflege besucht.

   Beim Thema Hilfe für psychisch erkrankte Menschen wurden die Bereiche Arbeit und Beschäftigung, ambulant betreutes Wohnen und die aktuell im Entstehen begriffenen Sozialpsychiatrischen Dienste auf Bezirksebene besprochen. Die Herausforderungen der Kinder- und Jugendhilfe, speziell die Frühen Hilfen, waren ebenso Thema wie die Integration behinderter Menschen am Arbeitsplatz. Im Bereich Betreuung und Pflege wurden die Schwerpunkte Sozialraumorientierung, Baustandards in Pflegeheimen und die Versorgung im ländlichen Raum diskutiert.

   Die Gäste aus Hannover zeigten sich vom qualitativ sehr hohen, breiten und flächendeckenden Leistungsangebot im Sozialbereich sehr beeindruckt. In Sachen Betreuung und Pflege wurden die Transparenz und gut vernetzte Zusammenarbeit der Mobilen Hilfsdienste, der Hauskrankenpflege und des Betreuungspools Vorarlberg besonders hervorgehoben.

   Positiv vermerkt wurde auch die aus deutscher Sicht sehr fortgeschrittene Umsetzung der UN-Behindertenkonvention für Menschen mit Behinderung in Vorarlberg durch ein breit gefächertes und flächendeckendes Leistungsangebot, das den Menschen mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt und durch individuelle Betreuung von der Geburt bis zur beruflichen Integration und darüber hinaus fördert und begleitet.

   Neben den „Frühen Hilfen“ und dem allgemeinen Aufbau eines Präventionssystems waren vor allem die fachlichen Standards in der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe, die Kooperation mit den privaten Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtungen und die aktuellen Herausforderungen in der Betreuung, Begleitung und Integration von UMF (unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge) zentrale Themen des fachlichen Austausches.

   Die sozialpolitische Zusammenarbeit zwischen Hannover und Vorarlberg blickt auf eine fast zwei Jahrzehnte lange Tradition zurück und ist eng mit dem Namen des Sozialpsychiaters Hermann Elgeti verknüpft. Dieser hat federführend die Vorarlberger Psychiatriekonzepte 2002 sowie das aktuelle 2015 – 2025 erarbeitet und fungiert als Fachberater der Vorarlberger Landesregierung in psychiatrischen Fragen. Die Medizinische Hochschule Hannover führt im Auftrag des Landes Vorarlberg die Datenauswertung in der Psychiatrieberichterstattung und bei der Evaluation der Hilfeplanverfahren durch und liefert damit wichtige Grundlagen für den jährlichen Psychiatriebericht des Landes Vorarlberg.

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Redakteur/in: Gerhard Wirth (LageplanFahrplan)


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