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Presseaussendungen - Vorarlberger Landeskorrespondenz

Freitag, 7.9.2018 15:43 Uhr

Wirtschaft/Beschäftigung/AMS/Rüdisser

Gemeinsames Engagement gegen den Fachkräftemangel

LSth. Rüdisser und AMS-Spitzen informierten über Strategien, Angebote und Förderungen, Herausforderungen und Perspektiven

Bregenz (VLK) – Die Wirtschaft wächst, die Arbeitsmarktdaten sind günstig, aber der Bedarf an Fachkräften wird für viele Unternehmen – vor allem für Klein- und Mittelbetriebe – zur immer größeren Herausforderung. Das Land Vorarlberg und das AMS bemühen sich um Lösungen und setzen dabei den Hebel an vielen Punkten an. Darüber informierten Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser, AMS-Vorstand Johannes Kopf und AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter am Freitag, 7. September, im Landhaus in Bregenz.

Das Mismatching am Arbeitsmarkt – also die Nicht-Übereinstimmung zwischen gesuchten und angebotenen Qualifikationen – ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich wirtschaftliche Strukturen und damit die Anforderungen an Arbeitsuchende verändern. Die strukturelle Veränderung des Arbeitsmarktes scheint hierbei die größte Herausforderung zu sein.

Bereits der Blick auf den Lehrstellenmarkt offenbart eine Lücke. Mit Ende August 2018 waren beim AMS Vorarlberg 252 Lehrstellensuchende vorgemerkt, dem gegenüber standen 272 sofort zu besetzende Lehrstellen. Schon letztes Jahr haben Land, Wirtschafts- und Arbeiterkammer Vorarlberg gemeinsam ein zehn Punkte umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt, um der Lehre neue Impulse zu verleihen. "Die duale Ausbildung stärkt das Rückgrat der Vorarlberger Wirtschaft. Der Ausbau und die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der praxisorientierten Fachkräfteausbildung auf allen Qualifikationsniveaus ist daher entscheidend", sagte Landesstatthalter Rüdisser.

Ein Ziel ist es, die Orientierung von Jugendlichen zu unterstützen und die Information über berufliche Anforderungen sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu verstärken. Dazu tragen etwa der Talente Check oder jährlich fast 4.000 Berufs- und Bildungsberatungen des BIFO bei. Auch das AMS Vorarlberg bietet mit seinen BerufsInfoZentren kompetente Unterstützung für Jugendliche sowie für Erwachsene, die sich beruflich verändern wollen. Im ersten Halbjahr 2018 haben 5.500 Menschen dieses Angebot in Anspruch genommen, so Landesgeschäftsführer Bereuter.

Das AMS hat Strategien entwickelt, die spezifische Förderinstrumente zur Unterstützung arbeitsloser Personen bzw. Förderungen von  Unternehmen bei der Höherqualifizierung ihrer Beschäftigten und Beratungen bei personalwirtschaftlichen Fragen beinhalten. Maßgeschneiderte Ausbildungsmodelle wie "Chance" und "Schaffa im Ländle" sollen dazu beitragen, die Schere zwischen den Anforderungen der Unternehmen und den beruflichen Qualifikationen arbeitsuchender Personen zu schließen. Mit "FIT – Frauen in Handwerk und Technik" sollen zusätzliche Arbeitsmarktpotenziale genützt werden.

AMS-Vorstand Kopf sieht in der Förderung der Lehrausbildung von Jugendlichen und Hilfsarbeitern eine der wichtigsten Maßnahmen des AMS gegen den Fachkräftemangel. So können über die Lehrstellenförderung Unternehmen für die Ausbildung von Jugendlichen und Erwachsenen einen pauschalierten Zuschuss zu den Kosten der Lehrausbildung erhalten. Vom Juli 2017 bis Juni 2018 haben das mehr als 6.300 Unternehmen in Anspruch genommen. Über die Facharbeiterintensivausbildung bietet das AMS Erwachsenen die Chance, im zweiten Bildungsweg und in komprimierter Zeit, eine Lehrausbildung zu absolvieren. Mehr als 9.700 Personen haben im letzten Jahr diese Chance genutzt. Mit der überbetrieblichen Lehrausbildung, die sowohl in Ausbildungszentren als auch in Betrieben absolviert werden kann, bildet das AMS Jugendlichen, die am ersten Arbeitsmarkt keine Lehrstelle finden, die Möglichkeit, eine Lehrausbildung zu machen mit dem Ziel, im Lauf der Ausbildung in einen Betrieb zu wechseln. Knapp 11.000 Jugendliche profitierten davon. Die Hälfte der Jugendlichen wechselt bereits nach dem ersten Lehrjahr als Lehrling in einen Betrieb.

Zugleich appellierte Kopf an die Unternehmen, bei Stellenbesetzungen noch breiter zu suchen: "Denn wenn beispielsweise Ältere, Wiedereinsteigerinnen oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen frühzeitig aus dem Bewerbungsprozess fallen, bleiben wertvolle Chancen ungenutzt."

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Redakteur/in: Gerhard Wirth (LageplanFahrplan)


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